Über vier Berge ins Paradies!

Vor etwas mehr als einer Woche, genauer gesagt am 3. Mai 2018 (dem Dreinagelfreitag), verließen Kreuzträger kurz vor 01:00 Uhr früh die Kirche am Magdalensberg (1.059 HM) um betend und schnellen Schritten talwärts zu gehen. Dahinter eine Menschenschlange die den starken Männern mit den schweren Kreuzen nacheilten und ebenfalls betend nach unten gehen. Man sah ein Meer an Stirnlampen flackern und hörte das Klappern der Wanderstöcke. Dazwischen Menschen die den Kreuzträgern nachbeteten und leises Murmeln

Aber warum machen sich tausende Menschen um diese Zeit auf den Weg?
Und was das das mit dem Paradies zu tun?
Vier-Berge-Lauf, heißt das Zauberwort!
Die Überlieferung sagt, der Vierbergelauf ist eine Wallfahrt über den Magdalensberg, Ulrichsberg, Veitsberg und Lorenziberg die niemand organisiert und dennoch seit etwa 500 Jahren stattfindet. Jedes Jahr am zweiten Freitag nach Ostern, dem sogenannten Dreinagelfreitag, pilgern Tausende Wallfahrer die etwa 50 Kilometer lange Strecke, auf der es ca. 2000 Höhenmeter zu überwinden gilt. Während des Vierbergelaufes werden fünf Messen und drei Andachten gefeiert. Laut einer Überlieferung kommt ins Paradies, wer den Weg über die Vier Berge dreimal hinter sich bringt.

Mein Start erfolgte natürlich schon etwas früher: Mein Pilgerstab zeigte mit der 14. Kerbe die aktuelle Anzahl meiner Teilnahmen, als ich bereits am Donnerstag gegen 22:30 Uhr mit dem "Tochter-Hund" Carli zu einem der vielen Sonderbusse aufbrach, der (nicht nur) mich auf den Ausgangsort, dem Magdalensberg brachte. Obwohl der eigentliche Marsch erst nach der Mitternachtsmesse beginnt, gibt es immer mehr Menschen die schon Stunden zuvor aufbrechen. Für mich unverständlich, da es ja wesentlich reizvoller ist, den Großteil des Weges bei Tageslicht zu gehen. Egal, jeder wie er will!

Es geht schnellen Schrittes den Berg hinab. Neben den Beten hört man noch gedämpftes Murmeln. Beim Gasthof Fleißner die ersten Pausen. Ich verdrücke ein Brot, meine Begleiterin Carli das erste Leckerli. Dann geht's über das Zollfeld weiter Richtung Pörtschach am Berg, wo die nächste Messe zelebriert wird, der ich kurz beiwohne.

Danach geht es erstmals steil hinauf zum Ulrichsberg (1.022 HM. Für mich so ziemlich der schwierigste Teil der Strecke. Steilere Abkürzungen und weitläufige Wege wechseln einander ab. Die Morgendämmerung beginnt als ich am Gipfel ankomme. Hündin Carli und ich haben eine Pause verdient. Die Aussicht nach Klagenfurt wird genossen und ein Teil der Wäsche gewechselt, ehe es nach unten geht. Denn um 07:00 Uhr gibt es einen Fixpunkt, die Bischofsmesse. Eine sehr stimmige Messe, die von der Militärkapelle musikalisch untermalt wird und an der hunderte Pilger teilnehmen.

Ein wenig weiter in Zweikirchen werden die Kreuzträger vom örtlichen Pfarrer in Empfang genommen und man sieht man die ersten Kinder, die auf die Zuckerln warten, die die Pilger verteilen. Die Körbe füllen sich. "Carli" ist schon ziemlich durstig. Die Feuerwehr Zweikirchen ist mein Retter und meine treue Begleiterin wird bestens versorgt! Vielen Dank!
Nun geht es einigermaßen eben weiter über das Glantal hin nach St. Leonhard. Ein wichtiger Fixpunkt, was die Stärkung für Mensch und Tier betrifft. Denn die Firma Wech verschenkt hier jährlich köstliche Leberkässemmeln und die Hirter Brauerei Bier oder Radler. Carli freut sich noch mehr, denn für sie gibts eine gesunde Hundejause von Wech, die - wie üblich - der Geschäftsführer Bernd Bodner, selbst verteilt! Aus mit der Gemütlichkeit, jetzt geht es wieder nach oben, die Ortschaft Limberg im Visier.

Kaum jemand der nicht die große Wiese für eine kurze Rast nutzt, ehe das nächste Steilstück in Angriff genommen wird, der berüchtigte Veitsberg (1.171 HM)! Es geht zeitweise recht steil nach oben. Leichtes Regenniseln hat angesetzt. Neben mir höre ich eine junge Frau fluchend sagen "hört denn der Sch...berg nie auf?". Doch, denn wenn man das Läuten des Kirchenglöckleins hört ist man dem Gipfel sehr nahe. Die Pilger umkreisen hier die Kirche drei Mal, ehe sie am Glockenstrang ziehen und dabei ihre Wünsche zum Himmel schicken.

Blöderweise geht es nun den Veitsberg hinab sehr weit nach unten in den Talboden, auch "Hölle" genannt, ehe wir Wanderer wieder viele Höhenmeter nach oben gehen, nach Gradenegg! Unterwegs versorgen Bauern die Pilger mit Kuchen, Reindling und Getränken. Fröhliche Stimmung bei den Pilgern. Das sind die allseits beliebten Feinheiten der Vierberge-Wallfahrt! Sörg ist in Sicht, dazwischen aber leider eine Talsenke. Der Weg vom Veitsberg zum letzten Gipfel ist also geprägt von einem ständigen Auf und Ab, welches sehr anstrengend sein kann. Schon deshalb, weil man an diesem Teil der Strecke doch schon etliche Kilometer in den Beinen hat!

Der letzte Abschnitt beginnt. Immer mehr Labestationen liegen an der Strecke und immer mehr Menschen bleiben an der einen oder anderen Station hängen. Es wird musiziert, die Stimmung wird lockerer, das Ziel naht! Trotzdem, der Weg zum Lorenziberg (971 HM) zieht sich! Es ist ca. 14:30 als ich am St. Veiter Hausberg eintreffe, wo schon hunderte Menschen den Gasthof belagern. Man sieht müde Menschen, die aber ihren Stolz zeigen, eine sehr schwierige Wanderung geschafft zu haben. Viele warten noch bis
die Kreuzträger eintreffen, um dann gegen 16:30 Uhr die letzte Messe feiern bei der fas alle beim Lied "Großer Gott wir loben dich" mitsingen. Carli und ich genießen den Moment, verzehren die Reste unserer Verpflegung und gehen die letzten Kilometer nach Nußberg, dem Fuß des Berges, wo meine Frau bereits auf uns wartet!

Fazit:
Was immer der Grund ist an dieser (sehr empfehlenswerten) Wallfahrt teilzunehmen, man soll versuchen nahe der Kreuzträger mitzugehen, egal ob man dem christlichen Glauben huldigt oder nicht. Der angenehme "Nebeneffekt" ist, dass man mehr davon hat, den großteil des Weges bei Tageslicht zu gehen, die herrliche Landschaft bewusst einzufangen und die "g'standenen Vierbergler" zu erleben. Natürlich ist es auch spannend, die vielen anderen Menschen wahrzunehmen, denen man begegnet. Obwohl ich (abgesehen davon, dass mich die Hündin Carli begleitet) stets alleine unterwegs bin, freue ich mich immer wieder mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen und Teile der Strecke mit ihnen zu gehen.
Trotz der körperlichen Anstrengung ist die Erholung für den Kopf enorm, gelingt mir doch stets komplett abzuschalten und mich nur auf den Moment zu konzentrieren. Wer den Weg in Hast und Eile bestreiten und als erster im Ziel sein will (Wahnsinnige waren bereits um 09:00 Uhr am Lorenziberg) ist hier bei der falschen Veranstaltung.

Weitere Links zu
- Fotoserie Vierbergelauf 2019
- Tourdaten
- Anton Wiesers Fotodokumentation 2019

Laufstrecken: St. Veit - Taggenbrunn - St. Peter

Die Fotos zur Strecke, die ich heute vorstelle sind schon älter, ich bin hier aber immer wieder gerne unterwegs. Wie eben letzten Sonntag auch, als das Wetter traumhaft schön und die Fernsicht einzigartig war! Es geht in der Beschreibung um einen sehr anspruchsvollen Lauf, bei dem doch einige Höhenmeter zu absolvieren sind. Im Detail sieht das dann so aus:

Während ich naturgemäß von zu Hause aus weglaufe, starten die Hobbyläufer vom nahe gelegenen Hallenbad. Es geht von hier über das Wayerfeld bis zur Feuerwehr. Nach der Bahnunterführung rechts weg Richtung Taggenbrunn. Ober der Bahntrasse laufen wir aber links in den Wald hinein, teilweise entlang der Schnellstraße und überqueren diese um (wieder auf der Straße) nach Scheifling zu gelangen bis wir abzweigen müssen. In unserem Fall nach rechts einem feinen Waldweg entlang (mit Blick zur Ruine) bis Taggenbrunn.

Den Ortsweg steil links hinauf geht es lange durch den Wald und umrunden dabei das Anwesen des Jaques Lemans Inhaber Alfred Riedl der die Burg zu neuem Leben erweckte und ein Weingut daraus machte. An einer Stelle lohnt sich das Innehalten, wenn der Längsee und das Stift St. Georgen in Sicht sind!

Erfreulich war, dass ich zwischendurch ein paar Kilometer von Waltraud Laznik begleitet wurde. Die ehemalige Spitzenbergläuferin hatte eine schwere Krebserkrankung, die sie tapfer gemeistert hat und schon lange wieder ihrem geliebten Hobby nachgehen kann. Es bewahrheitet sich immer wieder -
Bewegung ist Leben!

Noch ein paar hundert Meter und wir sind in St. Peter angekommen, wo wir weiterlaufen bis zum Wirtshaus Gelter in Goggerwenig. Kurz die Bundesstraße entlang laufen wir dann rechts nach oben am Keutschacherhof vorbei der Straße entlang Richtung Taggenbrunn, wo wir vor der Ruine nach links abbiegen um diese zu umrunden bis wir wieder an der Straße ankommen, die uns an der Wimitz vorbei wieder zum Wayerfeld führt. Von hier geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Die ganze Bildserie des Laufes findest du (mit klick auf) - HIER
Den Lauf vom letzten Sonntag mit aktueller Zeit gibt es - HIER
Die Routendetails sieht man, wenn man auf die Streckenbezeichnung links oben klickt!

"Simply the Best!"

Um den Blog-Titel besser zu verstehen muss man bis Weihnachten 2018 zurückblättern. Unsere Kinder und "Schwiegerkinder" waren - wie jedes Jahr - sehr kreativ und haben uns mit gut durchdachten Geschenken viel Freude gemacht. U.a. auch mit einen Eintritt zu einem Musical über die Pop-Ikone Tina Turner, inklusive Aufenthalt. Vor ein paar Tagen war es so weit, unser sehr kurzweiliger Zwei-Tages-Trip nach Wien begann:

Die An- und Abreise erfolgte mit dem Zug. Das war nicht nur der Bequemlichkeit geschuldet, sondern auch dem Umstand, dass es bei mir - aus gesundheitlichen Gründen - gar nicht anders möglich war. Es war aber gut so und sehr komfortabel!
Kurz nach Mittag sind wir in der Bundeshauptstadt angekommen um dann gleich im "Boutique Hotel Stadthalle" einzuchecken und damit auch gleich den ersten Teil unseres Geschenkes in Anspruch zu nehmen. Das erste Stadthotel Wiens mit "Null-Energie-Bilanz" ist gleichzeitig ein grünes Vorzeigehotel mit interessanter Architektur und sympathischen Menschen. Man fühlt sich wohl und willkommen!

Da wir noch bis zum Abend viel Zeit hatten folgten wir der Idee meiner Frau, dem Besuch des Museums der Illusionen direkt im Zentrum Wiens. In diesem interaktiven Museum kann man der Schwerkraft in einem schrägen Raum trotzen, andere Besucher beim Wachsen oder Schrumpfen beobachten, im so genannten Vortex-Tunnel (rotierender Zylinder) den Boden unter den Füßen verlieren, den Kopf eines Besuchers auf einem Tablett servieren oder ein Foto in einem unendlichen Raum machen. Hier kommen jung und alt voll auf ihre Rechnung!

Am Abend stärkten wir uns in einem typisch Wiener Lokal um danach gleich die Stadthalle aufzusuchen in der das Musical "Simply the Best" gespielt wurde. Als Vertreter der älteren Generation und Tina-Turner-Fan eine Pflichtveranstaltung, obwohl anstatt des Originals die mir bis dahin unbekannte Sängerin Coco Fletcher über die Bühne fegte. Aber, sie ist die Idealbesetzung in dieser Musicalrolle, gibt die einzigartige dunkle Stimme ihres Idols täuschend wieder, lässt die Leidenschaft in den Tänzen und in der Bühnenperformance aufleben, versprüht prickelnde Erotik und ist Tina Turner auch optisch sehr nahe.

Wobei, eigentlich ist es kein Musical und die Lebensgeschichte nur der rote Faden für die Aneinanderreihung der vielen Hits, die bis heute fesseln. Fast Schlag auf Schlag hämmern Songs wie „Proud Mary“, „Notbush City Limits“ oder „Private Dancer“ auf das Publikum ein. Man muss schon genau aufpassen, um den Unterschied zum Original zu hören und zu sehen.

Der nächste Tag begann mit einem guten und reichlichen Frühstück. Da ich bereits am Nachmittag ein Seminar zum Thema Praxisbezogenes Steuerrecht zu moderieren hatte fuhren wir sehr zeitig von Wien Richtung Heimat. Danke an unsere Kinder, ihr habt uns wieder einmal eine schöne Zeit beschert!

2018 - war dieses Ende wirklich notwendig?

Das Leben ist kein Wunschkonzert, heißt es im Volksmund. Es scheint etwas Wahres dran zu sein. Denn einerseits hätte ich die überwiegend schönen Erlebnisse die es gab, in dieser Form nie für möglich gehalten, das jähe Ende aber auch nicht!

Die sportliche Bilanz
Betrachten wir einmal den sportlichen Aspekt über den hier ja vorrangig geschrieben wird: Das Laufen machte mir den Großteil des Jahres wirklich viel Spaß, obwohl nicht alles so verlief, wie ich es mir gewünscht hätte. Das bedeutet, dass ich zumeist in einem guten Tempo unterwegs war und dabei auch viele Höhenmeter absolvierte. Gegen Ende des Jahres gab es allerdings nur mehr ein paar mickrige Kilometer weil das Verletzungspech in Form eines Muskelfaser-Einrisses zugeschlagen hat.
Rennen stehen ja seit meiner Rheuma-G'schicht sowieso nicht mehr im Fokus, das eine oder andere hätte ich aber trotzdem gerne bestritten. Heuer sollen es aber doch ein paar werden, zumal ich erstmals in der 70er-Klasse unterwegs bin. Es gibt schon Pläne und auf die Umsetzung freue ich mich!

Private Highlights
Die privaten Highlights beziehen sich auf meine Familie, die mir große Freude bereitet. Speziell unsere beiden Töchter sorgten für die schönsten Momente des Jahres. Einerseits die ältere Tochter mit der Hochzeit des Jahres als sie im Juni des Vorjahres ihren Traummann heiratete. Es war eine wunderschöne Hochzeit in einer tollen Kulisse, einer ausgezeichneten Stimmung und einem Vater-Tochter-Tanz der Extraklasse.
Im August wurde ich Großvater, da unsere jüngere Tochter (die uns im Juni die nächste Hochzeit beschert) ihren Sohn bzw. unseren Enkel Max gebar, der sich nun schon recht prächtig entwickelt hat. Sie wohnt in einem anderen Bundesland, umso mehr freuen wir uns, wenn uns die junge Familie besucht.

Die Zeit mit meinen Lieben ist mir sehr wichtig, die Zeit zu zweit mit meiner Frau ebenfalls. So will ich hier unser 50-Jahr-Jubiläum, die vielen gemeinsamen Ausflüge, Veranstaltungen, Urlaube und unseren 45. Hochzeitstag hervorheben. Keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit!

Trauer um eine Mutter und Großmutter
Ab November ging es meiner Schwiegermutter (mit der wir Haus an Haus wohnen) zunehmend schlechter. Etliche Krankenhaus-Aufenthalte sind die Folge. Sie wird schwächer, verliert Lebenslust und Lebensfreude. Eine wunderbare Frau, geprägt von einer Jugend voller Entbehrungen und harter Arbeit, aber trotzdem ausgestattet mit grenzenloser Liebe, schließt 95-jährig Mitte Dezember für immer ihre Augen. Ein schmerzvoller Verlust!

Drama um meinen Bruder
Warum das Schicksal gleich doppelt zuschlägt entzieht sich meiner Kenntnis, denn nahezu zeitgleich erkrankt mein - um 17 Jahre jüngerer und allein stehender - Bruder, den ich kurz vor Weihnachten in einem bedenklichen Zustand in seiner Wohnung auffinde. Eine sofortige Einweisung in ein Krankenhaus ist die Folge. Dann unzählige Untersuchungen und wenige Tage vor dem Jahreswechsel eine Notoperation. Mindestens ein Abszess musste aus dem Kopf entfernt werden. Künstlicher Tiefschlaf und Anschluss an lebenserhaltende Geräte sind die Folge. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist noch vieles offen ...

Conclusio
Tja, was ist die Lehre daraus? So genau weiß ich es nicht. Tatsache ist, man kann sich nicht alles, was im Leben passiert, aussuchen. Ich für meinen Teil versuche die schönen Momente aufzusaugen (und davon gibt es - wenn man sich derer bewusst wird - mehr als genug), zu genießen und stets auch für mich etwas zu tun. Das gibt mir die Möglichkeit das Leben lebenswert zu machen und die Kraft, schwierige Zeiten gut zu überstehen. So glaube ich stets an das Gute und bin überzeugt, dass mein Bruder diese schwierige Phase überstehen und in der Folge sein Leben anders gestalten wird!

Den Besuchern meines Blogs wünsche ich alles Gute im neuen Jahr mit viel Gesundheit und vielen schönen Momenten.


Sportverletzungen - "i'm lovin it!" - ?

Na ja, das ist wieder einmal eine eindeutig zweideutige Überschrift! Denn Fastfood-Freunde wissen, dass es sich bei "i'm lovin it" nur um den aktuellen Slogan von McDonalds handeln kann. Musikfans bringen den Text mit einem Titel von Justin Timberlake in Verbindung. Und Sportler wiederum wissen, dass diese Überschrift nur zynisch gemeint sein kann!

Credit: Stockphoto
Es geht im Beitrag also um eine mehr als ungeliebte Verletzung an der Wade, die ich mir bereits vor ein paar Wochen zugezogen habe! Nachdem ich weder Arzt noch Physiotherapeut oder sonstwas bin, will ich hier auch keine Ratschläge zur Behandlung abgeben. Dazu gibt's Spezialisten, die das besser machen als wir Laien oder gar "Dr. Google"!

Aus meinem langen Läuferleben kenne ich genug so ziemlich alle Beschwerden, die man sich in dieser Sportart zuziehen kann. Interessant ist diesmal der Ablauf. Denn das erste Mal spürte ich die Zerrung im linken Unterschenkel kurz vor Beendigung eines angenehmen Laufes über 14 Kilometer. Zuvor nichts! Nicht der leiseste Ansatz! Plötzlich ein Ziehen, welches bald stärker wurde. Da ich keine Lust hatte die letzten 300 Meter zu gehen lief ich noch bis vor die Haustüre! Ein Fehler?

Zwei Wochen dauerte die (erste) Pause die ich (für meine Verhältnisse) wirklich sehr ruhig verbrachte. Expertenhilfe nahm ich noch nicht in Anspruch! Wozu auch?! Ich war ja (fast) schmerzfrei! Nach dieser Logik kam es so wie es kommen musste. Ein Probelauf stand am Programm. Natürlich  über 10KM, denn darunter mach ich's ja nie! Blöd nur, dass es nach etwas mehr als 4 Kilometer aus war! Denn plötzlich gab es in der linken Wade so einen richtig feinen Schnalzer - Muskelfaser-Riss! Noch dazu an einem weit entfernten Teil meiner Strecke und fernab jeglicher Zivilisation passierte. Das bedeutet, gleiche Länge zu Fuß und unter Schmerzen wieder zurück!

Mit zweieinhalb Wochen dauerte die nächste Pause bis zum Probelauf (selbe Strecke) schon etwas länger. Der Beginn war gut, denn ich war ja schon fast eine Woche schmerzfrei. Daher ging es diesmal auch weiter als zuletzt, aber nach 6,5 Kilometer war es wieder aus! Der Vorteil, der Nach-Hause-Weg war etwas kürzer, das Problem allerdings das gleiche. Irgendwann einmal siegt auch bei mir die Vernunft. Diese sagte mir, dass ich ohne Experten nicht mehr weiterkomme. Dirk Weissensel, heißt er, arbeitet als Physiotherapeut in der Therapiegemeinschaft Lebensart, versteht sein Handwerk und gab mir gleich einen Termin!

Seine Methode beschreibt er u.a. wie folgt: "Mit dem Behandlungskonzept „Fasziendistorionsmodell (FDM) nach Stephen Typaldos“ und Faszienmanipulation habe ich mich der eher unsanfteren Herangehensweise an das komplexe Thema „Faszien“ verschrieben". Was er mit "unsanfter meint weiß ich nun! Es schmerzt zeitweise recht ordentlich wenn Dirk händisch oder mit einem für mich merkwürdigen Gerät namens Hypervolt meine Wade malträtiert. Das Prozedere hat physiodirk kürzlich auf Instagram gepostet. Klick aufs Bild rechts, dann weißt was ich meine!

Noch bin ich mit der Behandlung nicht fertig, aber guter Dinge in Kürze wieder dauerhaft schmerzfrei laufen zu können. Lange, genussvolle Strecken! Bis zum nächsten Break halt ;-)



Lauf Alter, lauf!

Die Schlagzeile die ich letztens las lautete allerdings "Lauf Opa, lauf"! Da ich nun mit meinen 69 Lenzen heuer im August erstmals Opa wurde passt das ganz gut. Die Überschrift habe ich dennoch ein wenig geändert! Worum geht es? Es geht darum, wie ich es auch im Header meines Blogs zitiere, dass man auch bei zunehmenden Alter hochaktiv Sport betreiben kann - und soll!

In einen von mir gerne gelesenen Blog namens "Runtasia" steht: Ein lebenslanges Laufen ist möglich! Einem anderen wiederum entnehme ich in der Rubrik "Veränderungen im Alter" folgendes:
- Die maximale Herzfrequenz sinkt mit zunehmendem Alter. Im Schnitt macht das pro Lebensjahr etwa einen Schlag aus.
Zwischen dem 25. und 70. Altersjahr nimmt die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit (V02-Max) jedes Jahr um etwa 1 % ab. Wenn das Training aufrechterhalten bleibt, reduziert sich die Abnahme der V02-Max um ca. 0.5 %.
Zudem verändert sich zwischen dem 50. und 60. Altersjahr der Fettgehalt im Körper, sodass trotz Training etwa 2 kg körpereigene Fettreserven zusätzlich gebildet werden.
Da die Muskelmasse abnimmt, ist Ganzkörper-Krafttraining für das Erhalten der Körperstabilität immer wichtiger. Zudem verringert sich mit der Abnahme der Muskelmasse deine Glykogenspeicher.

Ja, natürlich ändert sich etwas! Logisch! Aber das ist noch lange kein Grund ab einem gewissen Alter den Ruhemodus zu aktivieren, körperlich und geistig abzuschalten und sich gedanklich sogar auch noch auf das nahende Ende vorzubereiten. Es geht auch anders, mit Bewegung zum Beispiel, denn Bewegung ist Leben!

Wenn du dich sportlich betätigst, kannst du deine motorischen Fähigkeiten bis ins hohe Alter erhalten. Damit verlangsamst du den im Alter ablaufenden Rückbildungsprozess und bleibst geistig auch noch fit. Es kann sehr aufbauend sein, als 60jähriger Ausdauersportler deutlich leistungsfähiger zu sein wie ein untrainierte 35jähriger! Während eine schon bestehende Ausdauerleistung relativ lange erhalten bleibt, nimmt die Beweglichkeit, Koordination, Kraft und die Schnelligkeit im Alter ab. Das merke ich natürlich auch. Trotzdem bin ich ziemlich stolz, wenn ich meine läuferischen Statistiken ansehe, denn viel langsamer wurde ich nicht, trotz meiner Rheumaerkrankung, die mich einige Zeit recht ordentlich aus der Bahn geworfen hat. So kann ich in meiner Statistik auf ein sehr intensives Läuferleben zurückblicken, obwohl dieses erst mit 50 (!) begonnen hat, mich dabei aber auch zu den größten Marathons der Welt führte. Wie z.B. Berlin und New York! Ich habe durch den Sport gelernt Grenzen zu verschieben, dies in einem Ausmaß, das ich nicht für möglich gehalten habe.

Das Ergebnis: Ich
- bin wesentlich belastbarer und fitter bin als andere Menschen in diesem alter
- kenne Krankheiten im eigentlichen Sinn nicht und habe das Rheuma besiegt
- genieße meine wöchentlichen 30 bis 40 Laufkilometer, die ich mit Freude absolviere
- nahezu täglich merke und spüre, dass es mir gut geht und gut tut!

Dem Titel meines Blogs entsprechend will ich also zunehmend ältere Semester dazu animieren mehr zu tun. Nichtstun schadet dem Geist und dem Körper! Mit ein Grund, warum ich auch gerne mit meiner Frau etliche Reisen unternehme und viele Veranstaltungen besuche und trotz Pensionsalter auch beruflich noch immer hoch aktiv bin und hier mein Wissen weitergeben darf. Egal ob in meiner eigenen Selbstständigkeit, oder bei VAWIS, wo erfahrene Wirtschaftssenioren ihr Knowhow zur Verfügung stellen.

Es liegt an dir etwas zu tun! Ich für meinen Teil laufe ...!

Laufstrecken in Kärnten: St. Veit - Längsee - Taggenbrunn

Es ist höchst an der Zeit wieder einmal eine Laufstrecke vorzustellen, von denen es im Umfeld meiner Heimatstadt St. Veit an der Glan - und in Kärnten ganz besonders - wohl hunderte gibt. Ich selbst verwalte etliche über GPSies.com um sie auch anderen Läufern zugänglich zu machen. Heute sind viel im Wald unterwegs und überwinden dabei etliche Höhenmeter. Los geht's!

Track: St. Veit - Schwag - Längsee - Taggenbrunn
Gestartet wird - wie immer bei meinen Beschreibungen (ausgenommen Ausland) - vom Therapiezentrum bzw. St. Veiter Hallenbad aus, wo die Laufstrecke diesmal übers Weyerfeld führt um dann in der Mitte nach rechts in die Taggenbrunner Straße abzubiegen. Nach der Bahnunterführung laufen wir nicht nach rechts die Straße entlang sondern ziemlich gerade weiter den beginnenden Waldweg entlang. Irgendwann geht es dann - parallel der Schnellstraße - bis zu einer Brücke über diese nach rechts weiterzulaufen. Bei einem "Marterl" vorbei und weiter nach Scheifling. Am Ende der Straße gibt es zwei Möglichkeiten, wir laufen nach rechts dem Wald entlang!

Bald erblickt man die Burg Taggenbrunn. Da wollen wir nicht hin, sondern nach links, die ziemlich steile "Schwag" hinauf um dann oben - keuchend - angekommen erstmals den Längsee und das Stift St. Georgen zu erblicken. Jetzt geht es durch Dellach hinunter bis zum Längsee. Nein, nicht Baden, denn unten angekommen geht die Route beim Parkplatz sofort nach rechts den Moorwanderweg bis St. Peter!

Den Dellachweg laufen wir nur kurz entlang, denn nach links in den Wald hinein ist es einfach viel schöner! Doch hier heißt es aufpassen, denn viele Wurzeln kreuzen den Weg, der dann zu einer Lichtung und dann, nach etlichen Höhenmetern, wieder zurück nach St. Peter führt. Kurz geht es die Hauptstraße entlang. In etwa bei der Mitte befinden sich links Müllinseln. Denen gegenüber führt rechts ein Weg einigermaßen steil in den Wald hinein. Bald erkennt man links den feudalen Wohnsitz der Unternehmerfamilie Riedl (Jaques Lemans). Die Strecke führt kurvig und auf und ab (zwischendurch wieder mit Sicht zum Stift St. Georgen) nach Taggenbrunn.

Unten angekommen wird dann die Burg nach links herum umlaufen. Der "Umweg" lohnt sich, denn man wird durch den Blick zur Burg, dem wunderbar renovierten Weingut Taggenbrunn und den dazugehörigen Weingärten mehr entschädigt. Zwischenzeitlich ist auch St. Veit wieder im Blickfeld, da wollen wir hin! Daher führt die Route (nun wieder auf der Straße) nach links die Sandgasse entlang wo man knapp vor der Bundesstraße (Höhe Birner) wieder zum Weyerfeld einbiegt. Der neu errichteten Feuerwehr entlang geht es nach 16,30 abwechslungsreichen Kilometern (bei mir waren es bis nach Hause 17,60 KM) wieder zum Ausgangspunkt Therapiezentrum/ Hallenbad!

Liebe Lauffreunde, diese Strecke ist wirklich sehr empfehlenswert. Die Anstrengung lohnt sich!

Nachfolgend gibt es dazu die
- gesamte Fotoserie durch Kick auf das Foto rechts >>
- Streckenübersicht im nachfolgendem GPSies-Track
(Details dazu gibt es durch klick auf den Link neben der Österreich-Flagge)!
Viel Spaß!

Sieben Jahre Rheuma, ein (positiver) Rückblick!

Nahezu auf den Tag genau vor sieben Jahren hat bei einem Urlaub mit meiner Frau in Rabac (Kroatien) alles begonnen. Wie aus dem nichts heraus stellten sich bei einer Fahrt auf einem Ausflugsschiff plötzlich heftige Schmerzen in der linken Schulter ein, die zunehmend schlimmer wurden und mich gegen Mitternacht (als es nicht mehr auszuhalten war) ins Krankenhaus von Labin brachten. In der Erstversorgung wurde mir in der Folge Valium verabreicht!

Als einer der ziemlich gesund lebte, regelmäßig lief und kurz zuvor noch einen Viertelmarathon in meiner Heimatstadt St. Veit gewann und auch zuvor unzählige Laufbewerbe mit hervorragenden Platzierungen absolvierte, war klar, das kann nur eine vorübergehende Schmerzattacke gewesen sein. Leider war es anders und der Beginn eines Leidensweges den ich hier nicht im Detail ausbreiten will, der mich aber über einen längeren Zeitraum hinweg nahezu unbeweglich machte und sehr oft verzweifeln ließ!

Rheuma: Mensch und Körper leiden
Verzweifeln deshalb, weil doch einigermaßen brutale Zeiten auf mich zukamen, mit Schmerzen die abwechselnd so ziemlich alle Teile meines Körpers betrafen. Ich konnte kaum schlafen, das Essen fiel mir schwer und jegliche Bewegung sowieso! Lange Zeit verharrte ich im Gedanken "Warum ich?", wusste aber sehr bald, dass ich nach der Diagnose Rheuma den Heilungsprozess selbst beeinflussen musste. Während viele von einem "vermeintlichen Guru" zum anderen pilgerten, arbeitete ich an der Ernährung, nahm Spezial-Rheuma-Kuren in Anspruch, begann Heilfastenkuren, setzte mich bei -110°C in die Kältekammer und versuchte zunehmend und immer wieder in Bewegung zu kommen. Waren früher Laufdistanzen von 40-50 KM/ Woche und regelmäßige Wettbewerbe bis zur Marathondistanz die Normalität, so war ich nun froh drei bis fünf Kilometer ohne Unterbrechung laufen zu können. War ich endlich so weit dies über mehrere Wochen und Monate tun zu können, kam bald wieder eine Pause und das Spiel begann von vorne. Immer, und immer wieder!

Nachdem ich im Sport gelernt habe Grenzen zu verschieben und dass Aufgeben keine Option ist, ließ ich mich nicht unterkriegen. Laufen ist mein Lebenselexier und soll es auch bleiben. Zwischenzeitlich, so kann ich hier voll Freude berichten, ist das auch wieder so! So findet man mich schon wieder sehr lange und regelmäßig auf meinen unzähligen Laufstrecken, aber auch hin und wieder bei dem einen oder anderen Wettbewerb. Speziell beim Wings for Life Run, wo man laufen und spenden kann, im Vorjahr aber auch bei Kärnten läuft mit akzeptablen Ergebnis! Klar ist aber, Halbmarathons oder gar Marathons gehören nicht mehr zu meinen Zielen. Denn schöner als beim New York City Marathon kann man die Laufkarriere eh nicht abschließen!

Aktuelles Laufvideo: Es geht mir (wieder) gut!
Was ist nun mein Rezept? Habe ich ein Mittel gegen Rheuma gefunden oder gar eine bisher unbekannte Wunderdroge? Nein, natürlich nicht, denn die Krankheit wird mich wohl weiterhin begleiten. Dies aber in einem Ausmaß mit dem ich gut leben kann. Die Basis der "Heilung" sehe ich einfach in dem Umstand, dass ich eine Krankheit nicht als "Gott gegeben" hinnehme und mich dem Schicksal füge. Nein, ich tu alles was in meiner Macht steht um den Heilungsprozess positiv beeinflussen zu können. Das bedeutet, dass ich - wie oben beschrieben - eigene Maßnahmen setze, mich aber auch der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle unterziehe. Das ist nun auch mit ein Grund warum ich wieder regelmäßig laufe und mein Medikamentenkonsum (der nie so hoch war wie es einige Mediziner wollten) nahezu auf null ist! Es geht mir wirklich gut und mein Wunsch zum aktuellen Geburtstag ist, dass es so bleiben möge!

Der Grund warum ich hier über das Thema schreibe ist allen, die ähnlich leiden, Mut zu machen. Es ist mir bewusst, dass ich meinen Weg nicht über andere "drüberstülpen" kann. Zu unterschiedlich sind die Menschen und die Krankheitsverläufe. Ich kann hier aber aufzeigen, dass man mit einer positiven Grundeinstellung Berge versetzen und Krankheiten beeinflussen kann. Daher - egal was du hast - gib nie auf!

Die Hochzeit des Jahres?!

Bekanntlich gab es ja am Pfingswochenende (genauer gesagt am 19. Mai 2018) die Hochzeit des Jahres. Damit gemeint ist vorrangig jene bei den Royals als Prinz Harry am Samstag in Schloss Windsor die Amerikanerin Meghan Markle heiratete.
Natürlich heirateten an diesem Tag auch andere Menschen auf der ganzen Welt, weniger pompös, herzlicher und bescheidener auf alle Fälle. So auch in Kärnten, in der Region Faakersee, als ein ungemein sympathischer junger Mann namens Patrick unsere Tochter Karin zum Traualtar führte.

Die erste Überraschung für die Braut war, als der Freund der jüngeren Tochter Iris und nunmehrige Schwager Christian mit einem gut erhaltenen VW Käfer aus Graz auftauchte mit dem die Braut von St. Veit zum Faakersee kutschiert wurde. Das Tempo war dem Alter und den Möglichkeiten des Autos entsprechend angemessen!

Das Wetter zeigte sich zeigte sich von der besten Seite als um 13:00 Uhr die kirchliche Trauung in der Kirche St. Gregor in Finkenstein begann. Die nächste Überraschung gab es als der Bräutigam die Braut singend dem Lied "to love somebody" empfing! Die ersten Tränen flossen. Weitere Songs kamen vom Musikerkollegen (search for ..?) Marcel. Inhaltlich schöne Fürbitten wurden vorgetragen und die angenehme Art des Pfarrers eine Trauung zu halten rundeten das Bild ab.

Die nächste Station war das Hotel Mittagskogel wo um 14:30 Uhr die standesamtliche Trauung abgehalten wurde - im Garten des Hotels mit der atemberaubenden Kulisse zum Mittagskogel hin. Auch hier ein sehr angenehmer Standesbeamter, der die Trauung gut und äußerst unterhaltsam zelebrierte. Zusätzlich gab es auch hier wieder mehrmals eine fein vorgetragene musikalische Untermalung. Nun waren Karin und Patrick kirchlich gesegnet, amtlich beglaubigt und von den Trauzeugen (Tochter Iris und Patricks Onkel Dominik) offiziell Mann und Frau!

Nun gab es Zeit für die vielen Fotosessions mit der Braut, den Brautleuten in vielen verschiedenen Posen bei denen natürlich auch der VW Käfer eine tragende Rolle spielte. Die Pause wurde auch genutzt um ein wenig zu entspannen, was in dem wunderschönen Hotelgarten mit Pool und der mächtigen Bergkulisse ein Genuss war!

Am späten Nachmittag ging es dann zur Tafel im Inneren des Hotels. Als Brautvater wurde mir die Ehre zuteil als erstes zum Brautpaar sprechen zu dürfen. Mein Part handelte von Liebe, Treue, gegenseitiger Wertschätzung und der Aufforderung das Eheversprechen ernst zu nehmen. Nach mir fand die Mutter des Bräutigams einfühlsame Worte Richtung Brautpaar.

Nach dem ausgezeichneten Hochzeitsmenu im Restaurant des Hotels Mittagskogel begann die . Der Auftakt blieb natürlich dem frisch vermählten Paar vorbehalten, die zu Everglow von Coldplay einen sehr verliebten und romantischen Tanz aufs Parkett legten. Zwei Tänze später kam dann mein großer Auftritt mit der Braut, den wir wochenlang einstudiert hatten und der eine Überraschung sein sollte.

Die war es auch! Obwohl, der Vater-Tochter-Tanz begann ganz harmlos und mit dem schönsten Liebeslied welches die Vater-Tochter-Beziehung im Zusammenhang mit der Übergabe der Braut an den Bräutigam beschreibt - I Loved Her First! Nach einem lautstarken und für alle überraschenden break ging die Post ab und wir tanzten einen verrückten Tanz nach dem anderen um zum Schluss wieder in den Walzertakt des Liebesliedes überzugehen. Doch seht im Video unten selbst. Ich jedenfalls bin zutiefst dankbar dass ich diesen Tanz mit der Braut tanzen durfte!

Erwähnenswert ist noch,
dass die grafischen Vorbereitungen von Tochter Iris ein künstlerischer Hingucker waren und diese zudem für ihre Schwester den wichtigen Part der Trauzeugin sehr umsichtig wahrgenommen hat
dass der Vollblut-Musiker Dado für diesen Abend seine ehemalige Band Megamix zusammenführte und diese Gruppe eine perfekte, abwechslungsreiche und unterhaltsame Musik boten.
dass die Gäste oft das Tanzbein schwangen und sich außerordentlich gut unterhielten
dass die Fotobox namens "Fotodings" von Kevin Kahlbacher dauerhaft besetzt war und zur Freude vieler Gäste hunderte Selfie-Bilder ausspuckte
dass die Hochzeit eines Musikers auch dazu führt dass dieser, wie auch seine Musiker-Kollegen, oft zum Mikro greift und selbst singt
dass die Feier für die Brautleute und einige hartgesottene bis in den frühen Morgen dauerte

Die anfangs erwähnte royale Hochzeit kann ich nicht beschreiben, ich war nicht dabei. Es ist aber schwer vorstellbar, dass sie herzlicher, stimmiger, harmonischer und liebevoller als jene der ich am Pfingstsamstag in Finkenstein/ Ledenitzen beiwohnen durfte. Somit war diese Feier für mich persönlich auf alle Fälle die auf ewig einen hohen Stellenwert einnehmen wird und für die meisten der Anwesenden mehr als nur die Hochzeit des Jahres! Somit bleibt mir abschließend dem Ehepaar von Herzen alles Gute - und eine Ehe die ewig währen soll - zu wünschen!!

Des Läufers neue Schuhe!

Viele Laufeinsteiger sind ja der Meinung "ich laufe eh nur ganz wenig, da ist egal was ich kaufe"! Das ist grundlegend falsch! Schon einmal deshalb, weil der Mensch üblicherweise nur zwei Füße besitzt und diese ihn (oder sie) das ganze Leben lang tragen sollen. Leider gibt es genug Möglichkeiten diese relativ schnell zu ruinieren. Falsche Laufschuhe sind eine geignete Möglichkeit dazu. Gerade deshalb meine ich, das hier das Beste gerade gut genug ist!

Aus einer englischen Studie erfährt man, dass alleine in Großbritannien 65 Prozent derjenigen, die Sport betreiben, dabei auf das falsche Schuhwerk setzen. Das ist eine massive Zahl, wenn man bedenkt, dass die Schuhe so gut wie in jedem Sport das wichtigste Equipment sind. Wenn diese nicht richtig passen, gehst du Risiken ein: Du läufst Gefahr, dir ernsthafte Rücken-, Hüft- und Knieschmerzen, Sehnenentzündungen, Blasen und vieles mehr zu holen. Und dann ist es mit der Freude am Laufsport bald vorbei - und mit den Füßen sowieso (die rechte Grafik zeigt ein paar der gängigsten Füßstellungen)!

Nachfolgend ein paar Zahlen die zum Nachdenken anregen sollen: Der Fuß besteht aus 26 einzelnen Knochen, sehr vielen Bändern und vielen Sehnen. Bei jedem Auftreten muss ein Fuß das zweieinhalbfache des eigenen Körpergewichts tragen. Beim scheinbar lockeren Lauf über einen Kilometer kommen da schon einmal 138 Tonnen Gewicht zusammen! Wahnsinn oder?! Da ist es nicht verwunderlich, dass es doch nicht so egal ist, was ihr am Fuß tragt.

Den einen „besten Schuh“ gibt es natürlich nicht, da jeder seinen ganz eigenen finden muss. Das hängt von den verschiedensten Faktoren ab: Deiner Biomechanik, dem Terrain, auf dem du läufst, der Distanz und, natürlich, der Form deiner Füße. Also wie oder wo findest du nun den für dich richtigen Laufschuh? So wie rechts von Oliver Münzers Grafik dargestellt!

Wie halte ich es nun selbst beim Laufschuhkauf?
Zuerst will ich erwähnen, dass ich bei der Bekleidung selbst weniger wählerisch bin. Da gehe ich ins Fachgeschäft genauso wie zum Diskonter. Bequem soll's sein und passen wär auch nicht schlecht. Die Laufschuhe selbst kaufe ich aber nur - und ausnahmslos - im Fachgeschäft! Der Grund liegt einfach in einer intensiven und perfekten Beratung, der Möglichkeit die Schuhe am Fuß zu testen. Ein besonders wichtiger Aspekt ist aber die Laufbandanalyse ohne die man keinen Schuh kaufen soll.

Es war höchst an der Zeit nach neuem Schuhwerk Ausschau zu halten, denn beide Paare hatten die 1.000er Marke klar überschritten. Höchste Zeit also zum wohl besten Laufsport-Shop Kärntens zu pilgern - dem Laufsport Münzer in Villach! Die ewige Frohnatur Oliver, der ehemalige Leistungssportler und langjährige Rekordhalter über diverse Kurzdistanzen hat in Villach bietet in seinem Geschäft und mit seinem Team alles was das Läuferherz begehrt. In meinem Fall waren es dann zwei Paar die ich nach ausgiebigem Probieren und der obligaten Analyse erstanden habe: Ein Saucony und ein Mizuno sinds diesmal geworden. Freu mich schon auf die ersten Kilometer!

Rechts im Bild, der Meister selbst - Oliver Münzer!

Wings For Life Run, die Dritte!

Der "Wings for Life Run" ist auch heuer wieder ein Fixpunkt für mich, geht es doch darum Gutes zu tun und nebenbei auch einen angenehmen Lauf in entspannter Atmosphäre zu absolvieren. So wie ich heuer bereits zum dritten Mal. Und auch diesmal wieder in Wien. Auch wenn die Vorzeichen für mich denkbar schlecht sind, weil ich die letzten drei Wochen von einer bis dato nicht gekannten extrem starken Erkältung ziemlich außer Gefecht war. Trotzdem, wenn ich ab nächster Woche wieder trainieren kann sollte es für einen Lauf bis zu fünfzehn Kilometer reichen!

Was ist aber das besondere an diesem vom RedBull-Konzern finanzierten Laufevent?
Der Wings for Life World Run ist ein seit 2014 jährlich im Mai auf 34 oder 35 Strecken in 33 Ländern weltweit zeitgleich stattfindender Wohltätigkeitslauf. Motto ist: „Laufen für die, die nicht laufen können“ und bedeutet, dass alle Einnahmen der Rückenmarksforschung zugute kommen!

Es handelt sich um einen Volkslauf, das heißt, jeder kann teilnehmen.
Das Startgeld wird komplett an die Stiftung gespendet, der Hauptsponsor Red Bull übernimmt die Veranstaltungskosten. Je nach Ort und Zeitpunkt der Anmeldung unterscheidet sich das Startgeld ein wenig. In Österreich sind 50,00 Euro zu entrichten, es ist aber auch möglich, im Laufe des Anmeldungsprozesses die Spende zu erhöhen. In den beiden Austragungen 2014 und 2015 kamen jeweils 3 Millionen und 4,2 Millionen Euro spenden zusammen.

Der Wings for Life World Run ist insofern besonders, dass keine vorgegebene Distanz, zum Beispiel 10 Kilometer oder 42,195 Kilometer wie bei einem Marathon, zurückgelegt werden muss. Damit können Läufer mit sehr unterschiedlichem Niveau in gleicher Weise teilnehmen. An jedem Ort ist eine Strecke von 100 km vorbereitet. Alle Teilnehmer starten gleichzeitig, 30 Minuten später fährt ein Auto, das sogenannte „Catcher Car“, die Strecke ab. Es startet mit 15 km/h und wird Schritt für Schritt schneller. Wenn das Auto einen Läufer überholt, ist für diesen das Rennen beendet. Ein Busservice bringt ausgeschiedene Teilnehmer zurück zum Startbereich. Sportlich gesehen zählt also nicht die Zeit, die ein jeder braucht, um eine gewisse Distanz zurückzulegen, sondern die Strecke, die zurückgelegt wird, bevor einen das Catcher Car überholt.

Ich habe eingangs erwähnt, dass ich versuchen werde so an die fünfzehn Kilometer zu laufen, weiß es aber nicht. Denn es geht nicht um fixe Distanzen sondern dass das Ziel von hinten kommt - in Form des Catcher Cars. Wann und wo es also bei mir so weit sein wird? Keine Ahnung! Und gerade das macht den Reiz aus und finde ich extrem spannend! Hinzu kommt, laufen und spenden kann nie falsch sein!
Und übrigens - ich habe die Startnummer 22244!

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Mit Ketten durch den (Lauf)-Winter?

In letzter Zeit hat es mehrmals geschneit.
Ein Umstand, der bei den Autofahrern wenig Freude aufkommen lässt. Aber so ein klarer Wintertag, der hat schon was!

Denn, wenn wunderbarer und noch sehr sauberer Pulverschnee die Landschaft bedeckt, dann kribbelts noch mehr in den Beinen. Und da ich zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter laufe gab es auch dieser Tage keine Ausrede die Laufschuhe zu schnüren um in den frisch verschneiten Wald zu rennen. Nur knapp neun Kilometer, dafür aber 300 Höhenmeter sollten es werden.

Das Problem bei diesen Wetterbedingungen ist natürlich der Untergrund. Denn der Schnee ist rutschig. Erschwerend ist aber, dass sich darunter eisige Stellen befinden können und somit eine hohe Verletzungsgefahr besteht!

Doch wozu gibt es "Yaktrax- Schneeketten"? In meinem Fall stülpe ich - je nach Streckenbeschaffenheit - die Ketten während (wenn extrem ist aber auch bereits zu Beginn) des Laufes über die Laufschuhe. Das geht innerhalb von Sekunden! Wobei man den dazugehörigen Klettverschluss gar nicht benötig. Das Ding hält auch so bombenfest!

Ohne Schneeketten hätte ich die anspruchsvolle Strecke wohl kaum bewältigen können, denn die Strecke war teilweise wirklich rutschig und anstrengend. Dies vorwiegend deshalb, weil ich nicht nur steil hinauf lief, sondern auch meine Beine viel höher heben musste als sonst! Kräfte raubend! Alleine auf weiter Flur war ich vorwiegend im tiefen Wald unterwegs.

Die wunderbare Gegend, die reine Luft und die herrliche Winterlandschaft entschädigten mich für den Kraftakt, den ich hier ablieferte. Zu Hause angekommen genoss ich dann noch die entspannende und angenehme Wärme der InfrarotkabineDas Beispiel zeigt - mit der richtigen Ausrüstung kann man bei jedem Wetter laufen!

Ein Kurzvideo zeigt noch einmal wie's geht!

Ein Jubiläum - 50 Jahre E&R!

Diesen Beitrag widme ich jener Frau, die ich am 10. Feber 1968 kennen lernte.
Genau deshalb haben wir dieser Tage unser 50-jähriges Jubiläum begangen. Im nachfolgendem Blogbeitrag geht es ein wenig darum
- wie geht man mit so einer langen Beziehung um
- wie feiern wir diesen Anlass und
- wo waren wir?

Ich bin 1949 geboren und meine Frau E. drei Jahre später. Zurück gerechnet heißt das, dass wir zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens noch sehr jung waren. Natürlich sind wir uns schon vorher begegnet, ich war zuvor aber noch unter ihrer Wahrnehmungsgrenze angesiedelt. Bedingt dadurch, dass E. aus einem strengen Elternhaus stammte musste ich sie - mit Hilfe ihrer Schulkolleginnen - in eine "Falle locken"! Das bedeutet, dass sie damals "zufällig" mit den gemeinsamen Freundinnen in einem zu dieser Zeit sehr beliebten Treffpunkt unserer Generation traf - beim "Stern"!

Die Teenager-Jahre waren anders als heute, vieles geschah ohne Wissen der Eltern, Facebook, WhatsApp & Co waren noch weit entfernt. Wir hatten nicht einmal ein Telefon! So verabredeten wir uns stets über "mehrere Ecken" zu den anfangs eher seltenen Treffen. Trotzdem, es hat ordentlich gefunkt, wurde mehr und mehr und führte fünf Jahre später zur Hochzeit. Dann natürlich mit Wissen, Einverständnis und im Beisein der Eltern!

50 Jahre im Rückblick zu beschreiben würde den Rahmen des Beitrages sprengen. Aus einem schüchternen Erstkontakt wurde jedenfalls die Liebe und Frau meines Lebens und mein Anker der mir die Bodenhaftung gibt, wenn ich sie verliere. Wir haben viel das uns verbindet, verstehen uns prächtig und sind auch gerne unterwegs. Egal ob Reisen in unterschiedliche Regionen und Städte, Ausflüge und Wanderungen, Konzerte oder sonstige Veranstaltungen. Neben Beruf und Familie schafften wir es auch ein tolles Eigenheim - mit viel persönlichem Einsatz - zu bauen und freuen uns über die beiden wunderbaren Töchter, die unser ganzer Stolz sind!

Natürlich gab es immer wieder auch dunkle Tage und Wochen, die uns aber letztendlich stark machten. Der Zusammenhalt in unserer Familie ist enorm, die gegenseitige Wertschätzung groß und der Spaßfaktor kommt selten zu kurz. Wir wissen auch, dass sich mit den Jahren Beziehungen verändern und trotzdem Liebe bleibt, auch dann wenn die Schmetterlinge im Bauch weitestgehend verflogen sind! Nach all den Erfahrungen und dem bisher Erlebten sind wir uns sicher eine gute und immerwährende, partnerschaftliche Entscheidung getroffen zu haben.

So war es auch klar und logisch, so einen Anlass nicht spurlos vorüberziehen zu lassen. Ideal also das Jubiläum mit einem Thermenurlaub zu verbinden, den wir um diese Jahreszeit zumeist sowieso machen. Diesmal ging es aber nicht - wie so oft - nach Ungarn oder Slowenien, sondern in die Therme Geinberg, wo wir uns vier Tage verwöhnen ließen. Eine gute Wahl übrigens, denn das Angebot ist enorm, die Therme riesig, das Vitalhotel ein Traum und das Essen haubenverdächtig!

Vier Tage sind nicht viel, daher dienten diese vorwiegend der Ruhe und Entspannung und natürlich dem ganz besonderen Jubiläum - 50 Jahre E&R! Neben sehr persönlichen Geschenken gab es am Jahrestag einen über das Hotel organisierten Blumenstrauß und nach dem ausgiebigen Frühstück ein Glas Sekt. Der Tag selbst verlief wie er halt in einer Therme verläuft - angenehm, erholsam, harmonisch. Erfreulich dann der Ausklang des Abends, denn in der Hotelbar trat ein Künstler auf, den man bei uns nicht kennen muss, der aber das Zeug zu mehr hat - der Pianist und Sänger Thomas Casata. Der junge Mann spielte am Klavier und sang, wie ich es zuvor in dieser Form noch nie gehört hatte. Angetan von seiner Art Musik zu machen bat ich ihn - dem Anlass entsprechend - ein Lied für uns zu spielen, was er dann auch gerne tat und uns mit einem musikalischen Ständchen zum Jahrestag gratulierte. Ein schöner Abschluss!

Abschließend kann allen Paaren nur empfehlen "dran zu bleiben", denn eine Beziehung ist etwas Besonderes. Voraussetzung ist halt, dass dafür etwas tut, sich nicht wegen jedem Sch.. in den Haaren liegt oder gar trennt. Es heißt also regelmäßig daran zu arbeiten, dass eine Partnerschaft etwas Beständiges ist und bleibt! Genau deshalb haben wir das nächste 50er-Jubiläum im Visier, welches wir in fünf Jahren feiern und dann etwas mit unserer Hochzeit zu tun hat ...!