Graz (Halb)Marathon - Highlight war das keines!

Irgendwie habe ich das so kommen sehen. Die berufliche Belastung der letzten Wochen, dazwischen nur ein Kurzurlaub und zusätzlich noch eine unangenehme Angelegenheit im Nachbarschaftsbereich. Hinzu kommt meine noch immer leicht schwelende Fußverletzung, die mir hin und wieder zu schaffen macht! Das war also die Ausgangsbasis zum heutigen Antritt beim Graz-Marathon, wo ich aber nur den Halben am Programm hatte.

Was mich freudig stimmte war die Tatsache, dass meine Frau nach Graz mitfuhr und auch meine Tochter, mit Freund (die gemeinsam in Graz leben), ebenfalls anwesend waren. Da die drei an der Strecke standen war dies wohl der einzige Grund warum ich durchlief!

Der Start war gut! Bis ca. KM 7 lief ich schnell! Zu schnell, wie ich später merkte. Den Fehler nehm ich auf meine Kappe. Dann kamen leichte Schmerzen im linken Fuß und Magenprobleme. Irgendwie dachte ich an Aufhören, aber das ist nicht so ganz meins (Männerproblem!)! So wurde ich langsamer und nahm dann als Worst Case 1h55 ins Visier. Das ist weit weg von den geplanten 1h47, aber es geht.

Die letzten Kilometer schleppte ich mich dahin, wohl wissend, dass meine Familie bei KM 19 auf mich wartet. Mit einem quälenden Lächeln winkte ich ihnen zu. Dieser Moment war dann gleichzeitig wohltuend und motivierend, dass ich den Rest recht gut lief und so eine Zeit von 1:53:48 ins Ziel brachte. Trotzdem - eine meiner schlechtesten Halbmarathonzeiten!

Die Frage die sich mir jetzt stellt, ist die o.a. Mixtur die Basis für den New York Marathon? Soll ich weiter trainieren? Soll ich unter diesen Voraussetzungen starten?

Ich bin unschlüssig ....!

Kommentare:

  1. Nun ja, Glückwunsch erstmal. Vor allem, dass Du durchgelaufen bist. Ich bin ja eher der Aussteiger... ;-)
    Frau dabei und Tochter auch... zuviel Druck? Man will ja schliesslich zeigen was man kann! Hm, an Deiner Stelle würde ich weiter für New York trainieren:
    1. kann man nicht immer PB laufen
    2. macht man den gleichen Fehler nicht innerhalb kürzester Zeit nochmal (zu schnell anlaufen)
    3. Du kannst am Ende doch noch zulegen
    4. Und überhaupt bist Du schon im Training für New York!
    So what?
    Wenn Deine Fussverletzung nicht schlimmer wird, würde ich es probieren. Die berufliche Belastung der letzten Wochen heisst ja nicht, dass es zukünftig so weitergehen muss und Dein Nachbar soll seine Kirschen allein essen!
    Don't panic and keep on running for New York!

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  2. Sven,
    das was mir am Bloggen so gefällt sind die herzlichen Kontakte, die daraus entstanden sind. Und ganz besonders die Kommentare die sich daraus ergeben. Sie sind unterschiedlicher Natur, wie z.B. fachlich (welcher Garmin), beratend, tröstlich und hilfreich!
    Auf den Punkt gebracht: Danke, du hast mir sehr geholfen!
    Alles Gute - Reinhard

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  3. Schade natürlich, dass es nicht das Gewünschte Ergebnis geworden ist - aber trotzdem Glückwunsch! Auch eine 1:53:X läuft sich nicht von alleine, und vom Kopf her ist es bei solchen Problemen jedes Mal noch eine Leistung!

    Zu New York, ich glaube, in den nächsten Tagen merkst du es selbst. Schau dir sonst noch einmal an, wie du dich auch hier im Blog zuletzt darauf gefreut hast, New York, DAS große Ereignis. Ich sehe gerade hier rechts deine Worte: "Ich Finishe(!!) Heuer Beim ..." - ganz klare Sache, du willst da laufen. Und ob bei so einem Lauf nun eine 3:45, 4:00, 4:30, 5:00 - New York. Meiner Meinung nach reicht das.

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  4. Hannes
    wie zuvor bei Sven auch dir herzlichen Dank für deine Meinung, die ja eh meinen inneren Wunsch wiederspiegelt, zuletzt meinerseits aber in Frage gestellt wurde. 42KM können - unabhängig von der Zeit - zur Qual werden, wenn du im Kopf nicht frei bist!
    Danke und liebe Grüße - Reinhard

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  5. Deine "schlechten Halbmarathonzeiten" möchte ich mal haben. ;-)
    Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich die einzelnen Läufer sind.

    "Irgendwie dachte ich an Aufhören, aber das ist nicht so ganz meins (Männerproblem!)"
    ... und doch so ähnlich! ;-)

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  6. Gerd
    normalerweise müsste ich ja zufrieden sein,aber vor dem NY-Marathon wollte ich einen anständigen Motivationsschub. Beim heutigen Testlauf gings mir schon wieder viel besser!
    Wir Männer sind halt so. Aber das macht uns eben so liebenswürdig, nicht?
    Alles Gute - Reinhard

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  7. Hallo Reinhard,
    der New York Marathon an sich ist doch auch schon eine tolle Motivation. Seit meiner Jugend wollte ich a) einen Marathon laufen und b) einmal in New York an den Start gehen. Punkt "a" realisiere ich derzeit, Punkt "b" hoffentlich in der Zukunft. Stelle dir bildlich vor, wie du in dieser tollen Stadt und bei der Atmossphäre durch New York läufst.... Mir kribbelt es bei dem Gedanken jetzt schon!!

    Viel Spaß und Erfolg
    Thorsten

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