Im Schatten der Kur!

Kuraufenthalt und Kurschatten sind ja oftmals Begriffe, die in direktem Zusammenhang stehen. Das soll aber jeder für sich halten wie er (oder sie) will. Interessant ist es aber allemal, die verschiedensten Bemühungen zu beobachten, wenn z.B. die alten Gockel wieder Hähne werden wollen! Welche "Schatten" wirft so eine Kur also noch?

Generell geht es hier ja darum, dass ich aufgrund meines Rheumas (chronische Polyarthritis bzw. Arthrose) derzeit auf Kur weile, mit dem Ziel, diverse Gelenke schmerzfreier und beweglicher zu machen, da mich das Rheuma doch schon eine Zeit lang schmerzhaft begleitet und meine Bewegungsfreiheit in verschiedenen Bereichen einschränkt! So weit ich das nach zwei Wochen beurteilen kann, ist das Vorhaben gelungen, die Behandlung hier im Klinikum Malcherhof (erstes Foto) ist sehr gut (Spezialklinik!) und greift! Hinzu kommt, dass es sich hier um ein sehr schönes - und völlig neu renoviertes - Haus handelt. Es geht mir gut!

Abseits der Therapien hat man rund um Baden natürlich auch sehr viele Möglichkeiten die restliche Zeit sinnvoll zu gestalten. Alleine die Stadt Baden (zweites Foto) ist einen Besuch wert. Denn die Innenstadt ist sauber, reizvoll und geprägt von vielen alten Villen. Zusätzlich gibt es hier eines der ältesten Casinos Österreichs und gleich ober dem Kurpark unzählige und sehr schöne Wanderwege. Nicht zu vergessen natürlich die unzähligen Heurigenlokale, die ich aber nur von außen kenne! Erwähnenswert auch das große Kultur- und Freizeitangebot in der Gegend und die Nähe zu Wien. Ein Abstecher lohnt sich immer!

Mein Zeitvertreib - außerhalb der unzähligen Behandlungen - galt aber in erster Linie dem Laufen und da findet das Läuferherz eine Menge wunderschöner Laufstrecken (drittes Foto). Eben, hügelig, durch die Weingärten, dem Fluss und/ oder Radweg entlang. Ich zog hier etliche Spuren durch die Gegend (einige sind neu bei GPSies hinzu gekommen). Und da Laufen nach wie vor zu meiner Lieblings-Freizeitbeschäftigung zählt war ich auch beim Wien-Marathon dabei - erstmals als Zuseher und genau zehn Jahre nachdem ich hier meine bisherige Bestleistung lief - 3:46:50!

Es war sehr interessant dem Treiben ein wenig zuzusehen und ich hatte dann auch das Glück die Zieleinläufe der Spitzenathleten hautnah miterleben zu dürfen. Den starken Äthiopier Getu Feleke und ganz besonders das emotionale Finish der sensationellen deutschen Anna Hahner (viertes Foto). Mit Freudentränen in den Augen! Freude hatten auch einige Bekannte aus meiner Heimat, die ich ca. 500 Meter vor dem Ziel lautstark anfeuerte. An einer Stelle, an der jede Motivation willkommen ist.

Jetzt bin ich noch ein paar Tage hier und widme mich weiter meiner Genesung. Die Hoffnung einer kompletten Gesundung wird sich nicht erfüllen. Wie denn auch, sind doch einige Gelenke bereits ziemlich ramponiert. Eine Verbesserung und Linderung der Schmerzen wurde aber erreicht - und das ist gut so! Ich denke, dass ich meine Erkrankung mit einer Mischung von Eigeninitiative, viel Bewegung, gezielter Ernährung und medizinischer Hilfe gut im Griff habe. So lange ich laufen kann geht's mir gut und das will ich noch sehr, sehr lange!

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