Nach Baden, der Gesundheit wegen!

In diesem Blog wurde ja bereits mehrmals darüber berichtet, dass ich seit einigen Jahren an einer rheumatischen Krankheit leide. Dieser Umstand soll hier nicht weiter breit getreten werden, führte aber dazu, dass ich wiederholt zu einem Reha-Aufenthalt im Klinikum Malcherhof in Baden eingeladen werde. Wie eben auch diesmal, wo ich mich von Ende April an knapp drei Wochen lang aufhielt.

Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich nun gelernt die Erkrankung anzunehmen. Es bleibt mir eh nix anderes übrig. Dieser innere Meinungsumschwung führte diesmal aber zu einem besseren Genesungsverlauf. Mein Körper sprach auf die umfangreichen Behandlungen wesentlich besser an. Zusätzlich hatten die Physiotherapeuten eine große Freude mit mir, weil ich ein sehr braver und aktiver Patient war. Das Ergebnis daraus ist, dass ich mich wieder besser bewegen kann und die Schmerzen geringer wurden.

Leider war es mir aber nicht - wie im Vorjahr - gegönnt, die wunderschöne Gegend läuferisch zu durchstreifen. Nach wie vor dauert mein Stillstand an. Aber - und das ist erfreulich - ich war sehr viel zu Fuß unterwegs und sehr viele Kilometer auch mit den Nordic-Walking-Stecken. Diese trage ich ja nicht, wie leider viel zu viele, sinnlos durch die Gegend, denn diese Sportart übe ich ja recht professionell aus. Habe ich dazu doch auch eine Trainerausbildung!

Unzählige Male streifte ich also durch das wunderschöne Baden, mit seinem ganz besonderen Flair, vorbei an den vielen Denkmal geschützten Bauten, am Casino vorbei, durch den Kurpark und durchs Rosarium, die Innenstadt und auch außen herum. Die Möglichkeiten der Entschleunigung sind hier vielfältig! Kein Wunder, gilt doch Baden als einer der bedeutendsten Kurorte Österreichs!

Natürlich nahm ich auch die Gelegenheit wahr die nahe gelegene Bundeshauptstadt Wien aufzusuchen. Dazu nutzte ich die beliebte Badner Bahn, deren Geschichte bis ins Jahr 1886 zurück reicht. Die 25 Kilometer bis zur Innenstadt Wiens (Endstation Oper) sind mit vielen Haltepunkten verbunden. Im Zuge einer Kur sollte man aber genügend Zeit haben, um die einstündige Fahrt zu genießen. Wien selbst erlebte ich an einem Samstag, geprägt von der Hast der einkaufenden Menschen und Heerscharen von Touristen aus verschiedensten Ländern. Neben der Innenstadt (Kärntnerstraße, Stephansplatz) machte ich auch Station in der belebten Mariahilfer Straße. Obwohl ich bereits zigmal in Wien war, landete ich erstmals in der Neubaugasse, die durch einen ganz besonderen Mix aus Geschäften und Lokalen besticht. Diesmal zusätzlich mit einem einzigartigen Flohmarkt! So oder so, diese Ecke ist einen Besuch wert!

Der Klinikaufenthalt ging sehr schnell vorbei und brachte diesmal eine wesentliche Verbesserung meines Allgemeinzustandes. Das hat diesmal also mit meiner Einstellung zu tun, ganz besonders aber dem hervorragenden Ärzteteam und den sympathisch engagierten Therapeuten-Team. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank!

Kommentare:

  1. Lieber Reinhard,

    es freut mich zu lesen, dass Du von der Reha profitiert hast, allerdings betrübt mich, dass das Laufen bislang keine Chance hatte. Ich wünsche Dir, dass es wenigstens ab und zu gelingt in gemächlichem Tempo zu laufen. Jedoch scheinst Du beim Walken einen gewissen Ausgleich gefunden zu haben.

    Salut
    Christian

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Christian, mein treuer Bloggerfreund!
      Ja, da sind schon Botschaften dabei, die man als langjähriger und leidenschaftlicher Läufer erst einmal verdauen lernen muss. Ob nun das NW die Lösung ist weiß ich nicht, aber es bedeutet Bewegung und das alleine stimmt nach vielen herben Rückschlägen schon einmal positiv. Ich arbeite nach wie vor daran, wieder ein wenig laufen zu können.

      Danke für deine motivierenden Zeilen und liebe Grüße - Reinhard

      Löschen