Heilfasten, eine Nachbetrachtung!

Es war heuer das dritte Mal, dass ich eine Heilfastenwoche (nach Buchinger/ Lützner) absolvierte. Machte ich das im ersten Jahr noch zögerlich und mit fehlender Motivation, so merkte ich spätestens beim zweiten Mal, welch positive Auswirkungen sich daraus auf den Körper ergeben. Ein wichtiger Aspekt wenn man, so wie ich, seit einigen Jahren an einer rheumatischen Erkrankung leidet!

Wie verläuft nun so eine ambulante Fastenwoche, die von der ausgebildeten Fastenbegleiterin Sieglinde Salbrechter bestens organisiert und durchgeführt wird? Mit einem Auftakt, der nach einer ausführlichen Einleitung die TeilnehmerInnen nach einem grauslich schmeckenden Glas Glaubersalz nach Hause schickt. Dieses ist aber unerlässlich, weil damit die Darmentleerung eingeleitet wird, die nun täglich in Eigenregie durchgeführt wird. Ein weiterer Fixpunkt ist, dass man in dieser Woche keine feste Nahrung zu sich nimmt. Die einzige "Mahlzeit" besteht aus einer klaren Suppe, die täglich von Sieglinde aus verschiedensten naturbelassenen Zutaten am offenen Feuer gekocht wird, um sie dann am Abend, bei den regelmäßigen Treffen, in Empfang zu nehmen.

An den Abenden selbst erfolgt zudem ein reger Gedankenaustausch zwischen allen Beteiligten. Hinzu kommt täglich ein Vortrag zu "gesunden Themen", Mit dabei waren aber auch eine Klangschalentherapie und ein Kirchenbesuch. Die tägliche Dosis an Kräuterwissen war obligat und mehr als umfangreich, da unsere Fastenbegleiterin ja auch ausgebildete Kräuterexpertin ist (siehe FNL). Das Programm war und ist also sehr vielseitig und so ist es auch kein Wunder, dass bei den TeilnehmerInnen kaum Wünsche offen blieben und der Zufriedenheitslevel enorm hoch war!

Bevor danach die Aufbautage beginnen, in denen man sich sehr schonend einer vernünftigen Ernährung nähert, wird das "Fastenbrechen" zelebriert. Zelebriert deshalb, weil dies in unserem Fall bei festlich gedeckten Tisch stattfand auf dem sich für jeden nur eine Mahlzeit befand - ein Bratapfel! Die Woche endete auch damit, dass jeder eine Urkunde erhielt, ein kleines Geschenk und die Gewissheit für sich selbst etwas Gutes getan zu haben!

Nachdem nun mehr als eine Woche vergangen ist, kann man ein kleines Resumee ziehen, wie sich die Fastenwoche auf meine eigene Befindlichkeit ausgewirkt hat. Ich denke sehr positiv, wenn man bedenkt dass
- mein zuvor extrem schwankender Blutdruck nun sehr stabil ist
- die (in letzter Zeit weniger werdenden) Rheumaschmerzen kaum mehr spürbar sind
- die Medikamenteneinnahme nahezu auf Null reduziert werden konnte und (für mich enorm wichtig!)
- sich der Umfang der Laufeinheiten massiv erhöht hat und das Laufen daher immer mehr Spaß macht!

Wenn das also kein Erfolg ist, was dann?

Kommentare:

  1. Es ist sehr schön, mal wieder von dir zur lesen. Neulich erst habe ich eine Dokumentation über das Heilfasten gesehen. Es ging darum, wie man damit auch chronische Erkrankungen verbessern könne. Schön, dass es für dich auch so erfolgreich funktioniert hat. Lasse es dir gut gehen.

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    1. Nadin, vielen Dank für deinen Kommentar!
      Um meinen Blog ist es ja etwas ruhiger geworden und ich habe wirklich mehrmals überlegt es ganz bleiben zu lassen zumal sich mein Laufverhalten ja gravierend verändert hat. Aber nachdem ich heuer bald mehr Kilometer gesammelt habe als im ganzen vergangenen Jahr kommt zunehmend Freude auf. Auch hier, wenn es so positive Kommentare gibt, wie eben deinen. Auch das motiviert!

      Ich will hier noch schreiben, dass sich der Kampf gegen so eine Krankheit lohnt (eigentlich gegen jede) und die Aussage vieler Ärzte ("Rheuma ist unheilbar!") ad absurdum führen möchte. Ich bin auf gutem Weg!

      Liebe Grüße und alles Gute - Reinhard

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