That's the way, aha, aha I like it!

Die Überschrift habe ich diesmal einem alten Songtitel entnommen (K.C. & The Sunshine Band), dessen Inhalt natürlich nix mit der nachfolgenden Story zu tun hat, allerdings mit dem Umstand, den Weg über die vier Berge, den Vier-Berge-Lauf also, den mag ich! Obwohl, die letzten Jahre, das war nix! Meine im Blog mehrmals beschriebene Krankheit ließ mich einige Jahre hintereinander nicht starten bzw. ausfallen, wenn ich es doch versuchte. Mehr als zehn bis fünfzehn Kilometer am Stück ging einfach nicht! Und mit Gewalt schon gar nicht! Diesmal sollte alles besser werden ...!

Erstmals hatte ich "Carli" dabei, die Labradorhündin meiner älteren Tochter. Als notorischer "Einzelgänger" ist das recht praktisch, weil ich in Begleitung, aber trotzdem in meinem Wunschtempo unterwegs bin. Ich freue mich aber trotzdem, wenn sich zwischendurch Gespräche mit Freunden ergeben, auf die man hin und wieder trifft, so auch diesmal! Bis es so weit ist, muss man aber zum Magdalensberg hinauf. Geschieht das üblicherweise mit einem der Zubringerbusse, so war meine Frau diesmal so freundlich, mich zu später Stunde auf den Berg zu führen! Oben angekommen fiel sogleich auf, dass scheinbar die "Schönwetter-Pilger" fehlten und so auch mindestens die Hälfte der Wanderer!

Eine Strecke, die's in sich hat!
Nach der Mitternachtsmesse begann also das Abenteuer "Vier-Berge-Lauf", in dessen Verlauf man eine ca. 50 Kilometer lange Strecke und an die 1.500 Höhenmeter bewältigt, mit dem Abstieg ins Tal, Es ging zügig dahin. Die Temperaturen waren angenehm, doch das sollte sich später ändern ...! Kurze Pause beim Fleißner und die erste kleine Stärkung für Hund und Mensch. Dann über den Glantalboden hin nach Pörtschach am Berg und kleinem Fitnesscheck: Kann ich diesmal weitergehen, weil jetzt doch eine relativ schwere Etappe wartet? Ich kann und beginne mit dem Aufstieg zum Ulrichsberg! Der Berg allgemein ist schwer, speziell der letzte Teil ist im Alleingang schon eine ziemliche Herausforderung, mit Hund an der Leine aber eine ganz besondere. Oben angekommen waren Pause, Stärkung und Wäschewechsel angesagt.

Wenn's steil hinauf geht, dann geht es auch steil hinunter und meine dauerhaften Schmerzen im Bereich der Ferse machten sich bemerkbar. Ich wurde aber bald davon abgelenkt, weil ich Günther, den Mann einer ehemaligen Arbeitskollegin im Bereich der Bischofsmesse traf. Hier verweilten wir ein wenig, um danach ein gutes Stück gemeinsam zu gehen. Bis hin nach St. Leonhard, wo die Firma Wech seit Jahren eine kräftige Jause spendiert. Ganz besonders neugierig machte mich allerdings die Hundejause, Carli natürlich noch mehr. Der Chef persönlich versorgte sie dann mit feinen Köstlichkeiten, wie Jausenbox und Jausenchips!

Die nächsten Kilometer zählen zu den schwierigsten, Höhenkilometer sammeln ist angesagt. Zuerst einmal der Anstieg von Leonhard bis Liemberg, wo es auf der großen Wiese eine Rast inklusive Stärkung gibt. Es sollte die letzte für heute sein, denn bedrohliche Wolken kommen immer näher. Wir steigen zum Veitsberg auf. Kurz bevor wir ganz oben sind ist es so weit, der Regen beginnt und sollte den Rest des Tages nicht mehr aufhören. Den Pilgerweg beenden, oder nicht, die Frage stellt sich am vorletzten Berg nicht mehr! Daher hin zum Kirchlein, welches dreimal umrundet wird, um im Inneren den Glockenstrick zu ziehen, in der Hoffnung, dass danach ein (geheimer) Wunsch in Erfüllung geht.

Die letzte Etappe bin ich - Wetter bedingt - etwas zügiger unterwegs, denn es wird kälter, ungemütlicher und - vor allem - dreckiger. Meine Hündin sieht fürchterlich aus und wirkt auch schon merklich ruhiger! Bald bemerke ich, dass ich meinen Regenschutz zerrissen und das "Berglerlaub" von meinem Stock verloren habe! Völlig durchnässt geht es also weiter nach Gradenegg und Sörg, die letzten Kilometer ab Fachau erscheinen endlos (das ist aber immer so). Erfreulich aber, leises Glockengeläut ist wahrzunehmen. Das Ziel wird greif- aber nicht sichtbarer, denn die sonst wunderschöne Landschaft hüllt sich in tiefes grau. Schemenhaft taucht dann aber doch der Lorenziberg auf - wir sind da!

Resume:
Es war nicht ganz sicher ob ich es schaffe, da sich meine Schmerzen beim Gehen (ewiges auf und ab) stärker als beim Laufen bemerkbar machen. Es war aber ein sehnlicher Wunsch wieder einmal dabei zu sein, den ich mir nun erfüllen konnte. Eine völlig neue Erfahrung war den 4BL in Begleitung eines Vierbeiners zu gehen. Das war und ist nicht immer leicht, speziell bei schwierigen Passagen. Bedingt dadurch, dass Carli überdurchschnittlich folgsam ist war es in Summe aber ein Vergnügen! Es war beeindruckend und hat sich mehr als gelohnt - tiefe Dankbarkeit erfüllt mich!

Nachfolgend die Fotoserie - Klick
und ein Video daraus 

Kommentare:

  1. Servus Reinhard,

    großen Respekt vor Deiner Leistung und der Leistung von Cali :) Das ist wirklich ein tolles Erlebnis - und mit einem Wau-Wau ist es gleich nocheinmal so schön. Beim Laufen ist es mit Hund auch immer viel lustiger!

    lg Joe

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    1. Danke Joe!
      nach einigen Jahren Pause hat's endlich wieder geklappt. Nach dem Abstieg vom Ulrichsberg gab es ein mentales bzw. schmerzliches Tief. Da habe ich aber unseren gemeinsamen Freund zur rechten Zeit getroffen ...!

      Laufen mit Hund kenne ich nicht. Cali gehört ja der älteren Tochter und die wohnt ja schon länger am Faakersee. Sie ist ja früher oft mit mir gelaufen und hat sogar einen Preis gewonnen (http://silberlaeufer.blogspot.co.at/2007/08/presseggerseelauf.html). Werde ich aber bei Gelegenheit einmal mit unserem "Hundeenkerl" probieren, ist ja oft genug bei uns!

      Alles Gute - Reinhard

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