25.000 Tage nach meiner Geburt - ein Rückblick!

Wenn man am, so wie ich, am 29. November 2017 25.000 Tage alt ist, dann kann man davon ausgehen, dass es diesen "Geburtstag" nur einmal im Leben gibt! Dem Anlass entsprechend und entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten, schreibe ich heute ein wenig über mich! Achtung: Es kann ein wenig länger werden!

1966 mit Bruder Gernot
1956 beim Urlaub in Lignano
Es war - zurückgerechnet - der 19. Juni 1949 als ich um 01:00 Uhr morgens in St. Veit an der Glan das Licht der Welt erblickte. Meine Eltern waren schon da und empfingen mich hoch erfreut! Die ersten Jahre wohnten wir in einer kleinen Wohnung (zwei Zimmer!) bei meiner Großmutter. Mir war's egal, weil Oma's sind eh immer super! Für meine Eltern weniger, daher gab es irgendwann einen Umzug in eine neue Wohnung, die zwar auch nur zwei Zimmer hatte, aber es war "unsere"! Noch dazu gab es gegenüber den "Jahn-Turngarten" Spaß-Garantie, da sich hier regelmäßig viele Gleichaltrige trafen um hier die Freizeit zu verbringen. Mit vielen bin ich noch heute freundschaftlich verbunden!
Noch ein paar Worte zu meiner Familie. Natürlich wünschte ich mir immer wieder ein Geschwisterchen. darauf musste ich siebzehn Jahre warten, denn erst 1966 kam mein Bruder Gernot zur Welt. für den ich aber mehr sein durfte, denn unser Vater verstarb viel zu früh! Meine Mutter ist natürlich auch schon betagt, genießt aber noch immer ihre heiß geliebten Kaffeehausrunden in der Stadt!

1961, in der Hauptschule
Da meine Eltern lange Zeit leider mit sich selbst beschäftigt waren nutzte ich den so gewonnen Freiraum, was sich natürlich eher negativ auf meinen schulischen Erfolg auswirkte. Sofern man das so nennen kann. Meine Jugend war trotzdem eine schöne und unbeschwerte Zeit, mit tollen Mitschülern, unter denen sich in der Hauptschule auch ein gewisser Wolfgang Puck befand!
1970, mein Stolz, mein erstes Auto
Aufgrund der familiären Voraussetzungen und meiner Faulheit gehörte ich nicht zu den Klassenbesten, musste aber auch keine Klasse wiederholen. Zu früh nahte der "Ernst des Lebens", der mich zur Kelag brachte, wo ich meine Lehre als "Radiomechaniker" absolvierte. War nicht mein Berufswunsch, aber mein Vater kannte da jemanden ...! Bis heute wird mir das zweifelhafte Privileg zuteil, der einzige Lehrling zu sein, den die Kelag nicht behalten hat. Egal, es wartete eh das Bundesheer auf mich!

Liebeserklärung in den Bergen
Zu meiner Zeit (1968) war da noch ein ordentlicher "Zund" drinnen mit wenig Freiraum. Dieser genügte aber um in dieser Phase meine große Liebe und heutige Frau kennenzulernen - Elisabeth! Sie hübsch, intelligent, zielstrebig! Ich? Na ja! Das bedeutete, wenn ich sie behalten will muss ich was ändern - und das tat es auch. Das zeigt auch mein Werdegang bei Siemens in Klagenfurt, der mich vom einfachen Monteur bis zum Abteilungsleiter führte.
1978 bei Siemens. Mit Herbert
Da es bei einem großen Konzern immer wieder Veränderungen gab, wurde 1982 leider auch meine Abteilung österreichweit liquidiert. Da sich nichts adäquates anbot begannen meine Wanderjahre. Diese brachten mich jeweils in der Position eines Verkaufsleiter u.a. zu Zumtobel-Licht, Knoblich-Licht und Stylux-Deutschland) und weiter in die Bürotechnik (Verkaufsleiter Canon Kopiersysteme) und wirkten sich für meine berufliche Karriere sehr vorteilhaft aus!. Dem nicht genug, stieg ich noch in den Bankenbereich ein und wurde Geschäftsstellenleiter für Kärnten und Steiermark bei der Factor-Bank! Ich lernte unglaublich viel!

Hochzeit 1973
Nicht nur das Berufsleben entwickelte sich positiv, sondern auch jenes im privaten Bereich. Meine Traumfrau heiratete ich im Jahr 1973. Es dauerte dann ein wenig bis wir uns beruflich und finanziell so festigten um in unsrer Heimatstadt St. Veit ein Eigenheim zu erreichten und danach eine Familie zu gründen, aus der zwei wunderbare Töchter hervorgingen. Natürlich gab es bei Familienmitgliedern teils schwere Krankheiten zu überstehen, unliebsame Verwerfungen und daher auch immer wieder schwierige Zeiten zu meistern. Wir lernten damit sehr gut umzugehen? Ich glaube hier mit Stolz behaupten zu können, dass wir - nicht nur deshalb - eine starke Familie mit einem guten Zusammenhalt geworden sind!

Start in die Selbstständigkeit
Beruflich gab es ab 1995 einen Paradigmenwechsel - ich wurde selbstständig! Da ich lange Jahre als Verkäufer bzw. Verkaufsleiter tätig war begann ich mit dem was ich gut konnte - verkaufen! Ich startete also mit einer Handelsagentur, wobei der Schwerpunkt bei drucktechnischen Produkten lag (Mauspads z.B. waren damals noch sehr gefragt). Bald verlagerte sich mein Interesse hin zur Beratung, wo ich mich zunehmend um angehende Jungunternehmer kümmerte.
15 Jahre UGP, eine schöne Feier
Natürlich habe ich dabei so manches vermurkst und meine Familie in bedrohliche Situationen gebracht. In Summe entwickelte sich meine  Tätigkeit aber so gut, dass ich diese zunehmend im Auftrag namhafter Institutionen durchführen konnte, wie z.B. im Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten, Den Großteil meiner Beratertätigkeit verbrachte ich als Projektleiter im UGP (Unternehmensgründungsprogramm). Ein Erfolgsprogramm des AMS, umgesetzt von den Partnerfirmen bit Management und ÖSB Consulting. So schätze ich mich glücklich auch heute noch im Umfeld der Unternehmensgründungen tätig sein zu dürfen. Eine wunderbare und lohnenswerte Aufgabe!

Mit meiner Familie
Mit meiner Familie und speziell mit meiner Frau waren wir stets sehr aktiv, haben viele Ausflüge und Urlaube unternommen, auch wenn so manche nur ganz kurz ausfielen. Die Kinder genossen eine gute Ausbildung, haben studiert und sich - in jeder Hinsicht - prächtig entwickelt. Natürlich sind sie irgendwann flügge geworden um mit ihren Lebenspartnern in anderen Regionen (Graz/ Faakersee) zu wohnen und zu leben. Beruflich haben sich beide einen guten Namen gemacht, sie haben auch sehr hart und erfolgreich dafür gearbeitet. Wir sind sehr stolze Eltern!
40 Jahre E&R (© Berger)

Meine Frau und ich machen viel gemeinsam. Erst recht nachdem wir beide das Pensionsalter erreicht haben. So findet man uns regelmäßig bei Veranstaltungen, Theaterbesuchen, Städte-, Fern- und Schiffsreisen, so manchen Urlauben am Meer, aber auch in Thermen. Erfreulicherweise haben wir dabei viele gemeinsame Interessen. Wo wir weniger Übereinstimmungen haben sind die Hobbies. Während meine Frau sehr gerne im Garten arbeitet, streife ich als begeisterter Läufer durch die Gegend.
Nach dem NYC-Marathon
Obwohl als "Spätzünder" hat die Begeisterung für diesen Sport dazu geführt, dass ich Spuren dahingehend hinterlassen habe, dass ich einen Laufverein (LC Vitus) gründete, einen Laufevent (Sonnenlauf) ins Leben gerufen und viele Menschen in jeder Hinsicht "bewegt" habe. Hinzu kam, dass ich zunehmend Gefallen an Wettbewerben fand, die mir etliche Stockerlplätze eingebracht haben und mich bis zum berühmten "New York City Marathon" führten.

Einen Tiefschlag, den ich selbst nur teilweise überwunden habe passierte im Jahr 2011. Nur wenige Wochen nach dem Gewinn eines Viertelmarathons war ich bewegungsunfähig, Diagnose Rheuma! Das traf mich hart und unerwartet. Ich will hier auch nur so weit eingehen, dass ich mich nie unterkriegen lasse und schon gar nicht von dieser Krankheit. Das bedeutet konkret, dass es natürlich Jahre gedauert hat dieses schmerzvolle Leiden in den Griff zu kriegen. Ich behaupte aber, dass mir dies ganz gut gelungen ist. Trotzdem bedeutete es das Ende einer wunderbaren und äußerst intensiven Lauf-Ära, die reich an Erfahrungen war! Natürlich sieht man mich wieder auf meinen Laufstrecken, Wettbewerbe sind aber kein Thema mehr - und wenn, dann natürlich Charity-Läufe!

Mein Start mit der VAWIS-Gruppe
Trotz Ruhestand bin ich noch immer als "Gründervater" ein gefragter Experte in diesem Bereich und arbeite als selbstständiger Unternehmer noch immer bei den oben genannten Firmen. Zusätzlich habe ich im Vorjahr VAWIS gegründet, die Vereinigung aktiver Wirtschaftssenioren. In der Gruppe finden sich zwischenzeitlich echte Wirtschaftskapazunder.
Was bringt die Zukunft?
So bleibt "Altes Wissen" erhalten, welches dem Markt in verschiedenster Form zur Verfügung gestellt und auch zunehmend genutzt wird!

Abschließend kann ich für alles was ich in den letzten 25.000 Tagen erlebt habe nur DANKE sagen. Danke vor allem meinem Kraftfeld - meiner Familie. Natürlich meinen lieben Freunden und Weggefährten und all jenen mit denen ich beruflich zusammenarbeiten darf und durfte. Wenn ich so im Schnelldurchgang zurückblicke bin ich überzeugt, das Leben liebt mich und meint es gut mit mir!

Kommentare:

  1. Hallo Reinhard,

    dieser 25.000 Tagerückblick ist eine wunderschöne Idee und zeigt auf ein erfülltes Leben inmitten der Kraftfelder Familie, Freunde und Weggefährten. Es ist schön, dich kennengelernt zu haben.

    Danke und liebe Grüße
    Guido :-)

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    1. Danke, lieber Guido!
      Da kann ich so gerne zurückgeben. Wir sehen uns ja höchst selten, die Freundschaft hält! Danke!
      Zur Idee: Bei einer Zahlenspielerei ist mir das irgendwann einmal aufgefallen, wobei der Rückblick ja wirklich nur einen Bruchteil meines bewegten Lebens wiederspiegelt!
      Alles Gute - Reinhard

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  2. Servus Reinhard,

    super geschrieben - ich hab etliche Male schmunzeln müssen. Auch der Rückblick auf 25000 Tage ist wirklich gut gelungen, ist es Dir doch bestens gelungen Familie, Beruf und Hobbies unter einen Hut zu bringen. Spitze!
    lg und auf die nächsten paar Tausend Tage
    Joe

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    1. Danke für deinen Kommentar, lieber Joe. Ja, mit zunehmenden Alter schafft man es doch alles unter einen Hut zu bringen. Wenn ich an deine Aktivitäten mit deiner Familie denke, wird es bei mir sicher einfacher sein!
      Entschuldige meine späte Antwort. Hab darauf vergessen!
      Alles Gute - Reinhard

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