Lauf Alter, lauf!

Die Schlagzeile die ich letztens las lautete allerdings "Lauf Opa, lauf"! Da ich nun mit meinen 69 Lenzen heuer im August erstmals Opa wurde passt das ganz gut. Die Überschrift habe ich dennoch ein wenig geändert! Worum geht es? Es geht darum, wie ich es auch im Header meines Blogs zitiere, dass man auch bei zunehmenden Alter hochaktiv Sport betreiben kann - und soll!

In einen von mir gerne gelesenen Blog namens "Runtasia" steht: Ein lebenslanges Laufen ist möglich! Einem anderen wiederum entnehme ich in der Rubrik "Veränderungen im Alter" folgendes:
- Die maximale Herzfrequenz sinkt mit zunehmendem Alter. Im Schnitt macht das pro Lebensjahr etwa einen Schlag aus.
Zwischen dem 25. und 70. Altersjahr nimmt die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit (V02-Max) jedes Jahr um etwa 1 % ab. Wenn das Training aufrechterhalten bleibt, reduziert sich die Abnahme der V02-Max um ca. 0.5 %.
Zudem verändert sich zwischen dem 50. und 60. Altersjahr der Fettgehalt im Körper, sodass trotz Training etwa 2 kg körpereigene Fettreserven zusätzlich gebildet werden.
Da die Muskelmasse abnimmt, ist Ganzkörper-Krafttraining für das Erhalten der Körperstabilität immer wichtiger. Zudem verringert sich mit der Abnahme der Muskelmasse deine Glykogenspeicher.

Ja, natürlich ändert sich etwas! Logisch! Aber das ist noch lange kein Grund ab einem gewissen Alter den Ruhemodus zu aktivieren, körperlich und geistig abzuschalten und sich gedanklich sogar auch noch auf das nahende Ende vorzubereiten. Es geht auch anders, mit Bewegung zum Beispiel, denn Bewegung ist Leben!

Wenn du dich sportlich betätigst, kannst du deine motorischen Fähigkeiten bis ins hohe Alter erhalten. Damit verlangsamst du den im Alter ablaufenden Rückbildungsprozess und bleibst geistig auch noch fit. Es kann sehr aufbauend sein, als 60jähriger Ausdauersportler deutlich leistungsfähiger zu sein wie ein untrainierte 35jähriger! Während eine schon bestehende Ausdauerleistung relativ lange erhalten bleibt, nimmt die Beweglichkeit, Koordination, Kraft und die Schnelligkeit im Alter ab. Das merke ich natürlich auch. Trotzdem bin ich ziemlich stolz, wenn ich meine läuferischen Statistiken ansehe, denn viel langsamer wurde ich nicht, trotz meiner Rheumaerkrankung, die mich einige Zeit recht ordentlich aus der Bahn geworfen hat. So kann ich in meiner Statistik auf ein sehr intensives Läuferleben zurückblicken, obwohl dieses erst mit 50 (!) begonnen hat, mich dabei aber auch zu den größten Marathons der Welt führte. Wie z.B. Berlin und New York! Ich habe durch den Sport gelernt Grenzen zu verschieben, dies in einem Ausmaß, das ich nicht für möglich gehalten habe.

Das Ergebnis: Ich
- bin wesentlich belastbarer und fitter bin als andere Menschen in diesem alter
- kenne Krankheiten im eigentlichen Sinn nicht und habe das Rheuma besiegt
- genieße meine wöchentlichen 30 bis 40 Laufkilometer, die ich mit Freude absolviere
- nahezu täglich merke und spüre, dass es mir gut geht und gut tut!

Dem Titel meines Blogs entsprechend will ich also zunehmend ältere Semester dazu animieren mehr zu tun. Nichtstun schadet dem Geist und dem Körper! Mit ein Grund, warum ich auch gerne mit meiner Frau etliche Reisen unternehme und viele Veranstaltungen besuche und trotz Pensionsalter auch beruflich noch immer hoch aktiv bin und hier mein Wissen weitergeben darf. Egal ob in meiner eigenen Selbstständigkeit, oder bei VAWIS, wo erfahrene Wirtschaftssenioren ihr Knowhow zur Verfügung stellen.

Es liegt an dir etwas zu tun! Ich für meinen Teil laufe ...!

Kommentare:

  1. Lieber Reinhard,
    ich denke, der physiologische Alterungsprozess von Muskeln, Bindegewebe und Knochen/Gelenken gibt eine gewisse Grenze vor, die sich aber durch regelmäßiges Training ohne weiteres verschieben lässt. Dies beweisen sehr viele ältere Damen und Herren, die mir persönlich bekannt sind. Wie groß der Aufwand sein muss, ist individuell sehr verschieden.
    Bei Dir freut mich v.a., dass DU nicht stehen geblieben bist, nach Deiner Diagnose, Du hast nicht aufgegeben und so zu Deiner Art des Laufens, der Bewegung, gefunden. Ich finde, das hat großen Respekt verdient.
    Ich wünsche Dir, dass Du noch lange vom Sport und der Bewegung profitierst und es auch weitergeben kannst.

    Salut

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    1. Vielen Dank für deine wertschätzende Antwort, lieber Christian. Du hast mich in meinem Tun immer wieder bestätigt und viel dazu beigetragen, dass es mir gut geht!
      Ich hoffe du hast dich von deinem Sturz schon ein wenig erholt!
      Ganz liebe Grüße - Reinhard

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  2. "Zudem verändert sich zwischen dem 50. und 60. Altersjahr der Fettgehalt im Körper, sodass trotz Training etwa 2 kg körpereigene Fettreserven zusätzlich gebildet werden."

    Aaaah. Und ich wundere mich dauernd, wieso ich, seit dem ich 50 bin, ständig zwei Kilo zu viel auf der Waage habe. Ich dachte schon, es liegt an der Schokolade.
    Dein Blog macht übrigens Hoffnung, dass ich in 20 Jahren auch noch laufen werde. Ich hab auch erst mit 46 angefangen.
    LG Martin

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    1. Ja Martin, so sagen es die Statistiken! Aber vielleicht ist es in deinem Fall von beiden etwas? Und ehrlich, was wäre das Leben ohne Schokolade ...?
      Deine Hoffnung auch in 20 Jahren noch zu laufen ist berechtigt, noch dazu weil ich ja deinem Blog eine hohe Aktivität herauslese. Hinzu kommt, dass du wohl spät, aber trotzdem früher als ich (mit 50ig) mit dem Laufen begonnen habe und lange Zeit als "Silberläufer" unterwegs war. Bis mich das Rheuma einbremste.
      Dann wurde der Rastlose geboren, weil sich das Laufverhalten änderte. Hier versuche ich u.a. aufzuzeigen, dass man so lange wie möglich aktiv sein soll, da ich aus eigener Erfahrung die positiven Auswirkungen erlebe.

      Liebe Grüße - Reinhard

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  3. Hey Reinhard, ich finde es absolut bemerkenswert, wie Du dranbleibst und ich wünsche mir, daß ich auch möglichst lange laufen kann. Obwohl ich mir sorgen mache, daß die Treppchenplätze auch in der AK100 nicht mehr so leicht zu bekommen sein werden, wenn ich es überhaupt mal bis in dieses Alter schaffe. Jedenfalls würde ich mir keinen Kopf machen, was die anderen sagen, sondern nur auf meinen Körper hören. Oft höre ich "Ja, aber Deine Knie... und ...das ist ja nicht gesund und bla, bla, bla" - Komischer Weise immer von Leuten, die selbst keinen Sport machen und dafür Dauergast in der Arztpraxis sind. Also rocke weiter! Beste Grüße aus Potsdam, Daniel

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    1. Hallo Daniel!
      Vielen Dank für deinen liebenswürdigen Kommentar und deine wahren Worte! Ja, gerade die eher unsportlichen haben immer wieder ganz tolle Ratschläge auf Lager. Vorwiegend jene also die Bewegung als Zuseher (und vielleicht auch mit dem Bier in der Hand) genießen! Jedem das seine!
      Ob es erstrebenswert ist noch mit 100 einen Marathon zu laufen - wie der Inder Fauja Singh - weiß ich nicht. Ich für meinen Teil werde so lange wie möglich laufen. Und auch wieder einige Wettbewerbe, wo ich ja aufgrund meines Rheumas ordentlich zurückstecken musste. Aber nächstes Jahr zum 70er ...?

      Ich freue mich, dass du beim Rastlosen vorbeigeschaut hast und sende dir ganz liebe Grüße aus Kärnten!
      Alles Gute - Reinhard

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