2018 - war dieses Ende wirklich notwendig?

Das Leben ist kein Wunschkonzert, heißt es im Volksmund. Es scheint etwas Wahres dran zu sein. Denn einerseits hätte ich die überwiegend schönen Erlebnisse die es gab, in dieser Form nie für möglich gehalten, das jähe Ende aber auch nicht!

Die sportliche Bilanz
Betrachten wir einmal den sportlichen Aspekt über den hier ja vorrangig geschrieben wird: Das Laufen machte mir den Großteil des Jahres wirklich viel Spaß, obwohl nicht alles so verlief, wie ich es mir gewünscht hätte. Das bedeutet, dass ich zumeist in einem guten Tempo unterwegs war und dabei auch viele Höhenmeter absolvierte. Gegen Ende des Jahres gab es allerdings nur mehr ein paar mickrige Kilometer weil das Verletzungspech in Form eines Muskelfaser-Einrisses zugeschlagen hat.
Rennen stehen ja seit meiner Rheuma-G'schicht sowieso nicht mehr im Fokus, das eine oder andere hätte ich aber trotzdem gerne bestritten. Heuer sollen es aber doch ein paar werden, zumal ich erstmals in der 70er-Klasse unterwegs bin. Es gibt schon Pläne und auf die Umsetzung freue ich mich!

Private Highlights
Die privaten Highlights beziehen sich auf meine Familie, die mir große Freude bereitet. Speziell unsere beiden Töchter sorgten für die schönsten Momente des Jahres. Einerseits die ältere Tochter mit der Hochzeit des Jahres als sie im Juni des Vorjahres ihren Traummann heiratete. Es war eine wunderschöne Hochzeit in einer tollen Kulisse, einer ausgezeichneten Stimmung und einem Vater-Tochter-Tanz der Extraklasse.
Im August wurde ich Großvater, da unsere jüngere Tochter (die uns im Juni die nächste Hochzeit beschert) ihren Sohn bzw. unseren Enkel Max gebar, der sich nun schon recht prächtig entwickelt hat. Sie wohnt in einem anderen Bundesland, umso mehr freuen wir uns, wenn uns die junge Familie besucht.

Die Zeit mit meinen Lieben ist mir sehr wichtig, die Zeit zu zweit mit meiner Frau ebenfalls. So will ich hier unser 50-Jahr-Jubiläum, die vielen gemeinsamen Ausflüge, Veranstaltungen, Urlaube und unseren 45. Hochzeitstag hervorheben. Keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit!

Trauer um eine Mutter und Großmutter
Ab November ging es meiner Schwiegermutter (mit der wir Haus an Haus wohnen) zunehmend schlechter. Etliche Krankenhaus-Aufenthalte sind die Folge. Sie wird schwächer, verliert Lebenslust und Lebensfreude. Eine wunderbare Frau, geprägt von einer Jugend voller Entbehrungen und harter Arbeit, aber trotzdem ausgestattet mit grenzenloser Liebe, schließt 95-jährig Mitte Dezember für immer ihre Augen. Ein schmerzvoller Verlust!

Drama um meinen Bruder
Warum das Schicksal gleich doppelt zuschlägt entzieht sich meiner Kenntnis, denn nahezu zeitgleich erkrankt mein - um 17 Jahre jüngerer und allein stehender - Bruder, den ich kurz vor Weihnachten in einem bedenklichen Zustand in seiner Wohnung auffinde. Eine sofortige Einweisung in ein Krankenhaus ist die Folge. Dann unzählige Untersuchungen und wenige Tage vor dem Jahreswechsel eine Notoperation. Mindestens ein Abszess musste aus dem Kopf entfernt werden. Künstlicher Tiefschlaf und Anschluss an lebenserhaltende Geräte sind die Folge. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist noch vieles offen ...

Conclusio
Tja, was ist die Lehre daraus? So genau weiß ich es nicht. Tatsache ist, man kann sich nicht alles, was im Leben passiert, aussuchen. Ich für meinen Teil versuche die schönen Momente aufzusaugen (und davon gibt es - wenn man sich derer bewusst wird - mehr als genug), zu genießen und stets auch für mich etwas zu tun. Das gibt mir die Möglichkeit das Leben lebenswert zu machen und die Kraft, schwierige Zeiten gut zu überstehen. So glaube ich stets an das Gute und bin überzeugt, dass mein Bruder diese schwierige Phase überstehen und in der Folge sein Leben anders gestalten wird!

Den Besuchern meines Blogs wünsche ich alles Gute im neuen Jahr mit viel Gesundheit und vielen schönen Momenten.


Kommentare:

  1. Lieber Reinhard,

    das Leben nimmt keine Rücksicht auf den Jahresrhythmus oder etwaige Wünsche der Protagonisten und manchmal muss man einfach nur akzeptieren, was einem angeboten wird. Ich hoffe die glücklichen Momente aus dem vergangenen Jahr, die Du beschrieben hast, und auch das Laufen helfen Dir weiterhin die nicht so angenehmen und unvermeidlichen Situationen zu überstehen. Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ganz viel Gesundheit und möge 2019 durchweg angenehmer werden, als das abgelaufene Jahr.

    Salut

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  2. Lieber Christian, vielen Dank für deine - wie immer - passenden Worte!
    Ich sehe das ja genauso wie du, weil es dem leben ja wirklich egal ist wann was passiert. Wichtig erscheint mir dabei wie man damit umgeht. da habe ich aus dem Sport heraus viel gelernt und in meinem Alter habe ich doch schon so manche Ereignisse hinter mir. Der Umgang mit Extremsituationen ist mir geläufig, der Genuss schöner Momente genauso. Es lässt sich aber nicht vermeiden, dass ich zwischendurch neben der Spur stehe und leide!

    Die Vorraussetzungen für 2019 sind gut. Eine weitere Hochzeit steht an und auf meinen 70er freue ich mich auch. In Summe lebe ich gut und gerne sowieso!

    Dir und deiner Familie von Herzen alles Gute für das neue Jahr!
    Herzliche Grüße aus Kärnten - Reinhard

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