Erfolg in Palmanova!

Auf meinen Start beim Palmanova-Halbmarathon freute ich mich schon über mehrere Wochen, findet dieser doch im italienischen Friaul statt, in einer historischen Festungsstadt, die jahrhunderte lang allen Angriffen Stand hielt. Nicht aber dem Ansturm tausender Halbmarathonläufer (2.336), die die 5.000-Einwohner-Stadt friedlich eroberten!
Palmanova, sehenswert!!

War es zuvor das Ziel einen schnellen Halbmarathon auf einem schnellen Kurs zu laufen (max. 1h49), so änderte sich dieses Vorhaben im Laufe der Woche und stand (aufgrund meiner starken Verkühlung) sogar vor einer Absage. Das wollte ich aber dann doch nicht und unterstützte daher einen guten Lauffreund bei dem Vorhaben, seine Frau unter zwei Stunden ins Ziel zu bringen. Ein guter Entschluss, der mir den angenehmen Umstand bescherte erstmals stressfrei und ohne Zeitdruck zu einem Wettbewerb zu fahren!

Es war unglaublich interessant einen Halbmarathon aus einer anderen Perspektive zu genießen und begann schon damit, dass wir uns ziemlich weit hinten einreihten. Vor uns ein buntes Bild tausender Läufer, die vom (überdimensionalen) Hauptplatz aus durch eines der Stadttore hinaus liefen, um die 21,1 KM durch eine romantische Gegend, mit vielen kleinen Dörfern, in Angriff zu nehmen. Dinge, die ich sonst nicht so wahrnehme. Mein Freund Guido versorgte seine Frau - je nach Bedarf - mit Wasser und Gels, während ich vorne das Tempo machte. Planten wir zuerst eine Minutenzeit von 5:35, so pendelte ich mich auf 5:30 pro Kilometer ein. Es gab kaum Probleme und Margit meinte später sogar, dass sie durch meinen konstanten und zügigen Laufstil sehr motiviert wurde, was mich freute!

Wir hielten das Tempo - mit kleinen Schwankungen - bis zum Ziel durch und finishten bei sensationellen 1:56:10, was einen Pace von exakt 5:30 darstellte. Margit war überglücklich, aber auch Guido und ich konnten stolz sein. So macht ein Wettbewerb auch Spaß und brachte mir die Überlegung ein, selbiges öfter zu machen. Das ist auch eine Art Erfolgsgefühl!

Da wir mehrere Personen waren, die gemeinsam nach Palmanova fuhren, trafen wir uns danach bei einem guten italienischen Essen und dem einen, oder anderen Glas Wein. Mit dem Austausch unserer Erlebnisse ließen wir den Ausflug ausklingen. Trüb war nur die Heimreise, die uns starken Regen bescherte!


Kurz zum Mezza Maratona Palmanova: Gewonnen hat - ein Kenianer (was sonst), mit einer Zeit von 01:05:07! Ein sichtbarer Beweis, dass es sich um eine recht schnelle Strecke handelt zeigt auch die Durchschnittsgeschwindigkeit, die bei 4:52 min/KM lag. Da wäre ich diesmal auch mit einem schnelleren Lauf ein "Nachzügler" gewesen.


Zwischendurch "juckte" es mich wohl ein wenig, war aber letztendlich über das gewählte Tempo froh. Viel mehr wäre aufgrund der Verkühlung nicht drinnen gewesen, die mich auch jetzt noch fest im Griff hat. So werde ich die Laufsaison ohne den obligaten Adventlauf über 10 KM ausklingen lassen, den ich im Vorjahr mit 00:47:06 absolvierte. Man(n) solls nicht übertreiben ...!

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