Läuferknie? Wieso ich?!

Im letzten Bericht informierte ich über meine Schmerzen im Knie, die relativ plötzlich, unerwartet und unnötig sowieso, aufgetaucht sind. Die Bloggerfamilie machte sich ans Werk, gab mir Tipps und moralische Unterstützung. Nachdem mich mit zunehmendem Alter doch noch die Gnade einer gewissen Weisheit erreicht haben dürfte, stoppte ich meine Lauferei und konsultierte einen Arzt. Nicht jenen, den ich als Lauffreund kenne, da dieser hoffnungslos ausgebucht war. Der "Ersatzarzt" war sehr gut und stellte mir zudem auch noch eine recht positiv klingende Diagnose. Nämlich, dass ich - wenn ich in der Bewegung schmerzfrei bin - weiterhin laufen könne. Trotzdem gab er mir eine Überweisung zum Röntgenarzt mit. Da ich beim Laufen selbst tatsächlich keine Schmerzen verspüre war ich mit dem Ergebnis recht zufrieden. Ich sollte aber nach dem Röntgen nochmals kommen, dann wird die Therapie geklärt. Ein wichtiger Punkt fehlte allerdings allerdings - was habe ich eigentlich wirklich? Woher die Schmerzen? Was habe ich falsch gemacht? Und - wieso ich?

 

Heute erreichte mich der Anruf der Assistentin (und Ehefrau) meines Lieblingsorthopäden: Ein Patient sei ausgefallen, ich könnte kurzfristig kommen. Natürlich kam ich, denn der Mann ist ein bekannt guter Arzt, ein guter Läufer (Marathon 2:30) und hat viele Verletzungen selbst kennengelernt. Wahrscheinlich ebenso unfreiwillig wie ich! Es war auch wenig überraschend, dass es kaum einen Unterschied zur Erstbehandlung gab. Allerdings eine präziese Angabe: Läuferknie, oder ITB-Syndrom, an beiden Knien. Mir hätte eines schon gereicht! Trotzdem, auch hier die Aussage, dass ich bei Schmerzfreiheit weiterhin laufen könne, aber extreme Waldpartien und zu lange Läufe meiden soll. Tapen wäre auch hilfreich, spezielle Dehnungsübungen auch und die schmerzhaften Stellen wären einzucremen. Keine Überweisung sonstwohin und kein weiterer Termin. Nur die Empfehlung zu kommen, wenns nicht besser wird!

 

So, jetzt über das Läuferknie zu schreiben bzw. ITB-Syndrom, wäre sinnlos. Das kennen viele und kann hier über Dr. Google nachgelesen werden. Ich für meinen Teil werde die nächsten Wochen sehr vorsichtig angehen. Alternative Sportarten betreiben, hin und wieder leichtes Laufen und die Leistungen eines gut bekannten Physiotherapeuten werde ich auch in Anspruch nehmen. Der totale Hausumbau ist sowieso noch nicht abgeschlossen, da gibts Ausgleich genug ...!

 

NACHTRAG

Erst ein paar Monate später sollte ich wissen, dass das kein Läuferknie war, sondern der Beginn meiner Rheuma Beschwerden, die mich jahrelang begleiten und mein Laufverhalten nachhaltig verändern soll!

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