Als Streckenposten beim Ironman Austria!

Es war ein spannender, langer, interessanter und denkwürdiger Tag, der in die Ironman-Annalen eingehen wird. Letzteres hat nichts mit mir zu tun, sondern mit dem Umstand, dass der Klagenfurter Seriensieger Marino Vanhoenacker Geschichte geschrieben und mit 7:45:59 eine Fabelzeit erreicht hat - das bedeutet Weltbestleistung! Diese Zeiten muss man sich einmal vorstellen und bedeuten im Detail:

- Swim 3,80 KM 00:46:49

- Bike 180 KM    04:15:36

- Run 42,20 KM  02:29:24 Damit blieb der Belgier 4:29 Minuten unter dem bisherigen Rekord seines Landsmannes Luc van Lierde. Als Österreicher freue ich mich natürlich auch über den Zweitplatzierten Michael Weiss, der mit der Zeit von 7:57:40 das Ziel erreichte. Nicht zu vergessen die Damen, wo Mary Beth Ellis aus den USA mit 8:43:34 siegte!

 

Christian Troger (Kleine Zeitung)

Was ich noch erlebte waren die "Einzelschicksale" der diversen Hobbyläufer. Ich selbst bin ja kein Triathlet und werde nie einer werden. Ich kann mir aber vorstellen, dass ein Ironman rund um eine Zeit von 12 Stunden im erträglichen Bereich liegen dürfte. Wenn es aber Menschen gibt die fast zehn Stunden nach der Bestzeit ins Ziel wanken, dann tu ich mir schon schwer das zu begreifen. Es gab viele Szenen die echt unter die Haut gingen, Momente in denen man Hilfestellung leisten musste (was ja auch mein Job war). Man sah Athleten, die den Lauf genossen und solche, die hier absolut nichts verloren haben. Zwei davon muss ich aber ausnehmen, obwohl sie knapp vor Mitternacht ins Ziel kamen. Die Kanadierin Susan Cole und der beinamutierte Kärntner Christian Troger (siehe Foto). Diese unglaubliche Leistung und Willensstärke wurde damit belohnt, dass er vor der Deadline das Ziel erreichte und somit auch noch in die Wertung kam!

 

Kurz zu meiner Tätigkeit als Streckenposten, bei der ich an der Laufstrecke eingeteilt war, was bedeutet, dass die eigentliche Arbeit so gegen Mittag beginnt. Bereits um 10:00 Uhr waren aber mit Vorbereitungsarbeiten (Absperrungen, usw...) beschäftigt. Ab Mittag kamen die ersten Läufer, an der Spitze der spätere Sieger. Damit verbunden auch Massen an Zusehern, wovon sich der größere Teil an die vorgegebenen "Trampelpfade" hielt. Leider gab es aber welche, die völlig undiszipliniert über die Absperrungen rannten und diese zum Teil niedertrampelten. Natürlich gab es Stellen, die passierbar waren, aber mit welchem Unverständnis manche Menschen einfach so durch und über die Laufstrecke latschen, fahren, spazieren uvm, ist entsetzlich. In solchen Situationen musste ich energisch eingreifen, da die Läufer Vorrang haben und deren Sicherheit gewährleistet werden musste!

 

Von den Ergebnissen selbst kriegst du bei der Tätigkeit wenig bis gar nicht mit, da du mit deinem Bereich genug um die Ohren hast. Die "Stressphase" dauert aber nur in wenigen Stunden in der "heißen Phase" des Marathons. In Summe ist die grenzenlose Begeisterung der meisten Zuseher zu erwähnen, die die Athleten zu unglaublichen Leistungen trieben. Schlimmer war es dann ab der Dunkelheit, wenn nur mehr vereinzelt Läufer an den Streckenposten vorbeikommen. Mehr gehend als laufend und in der Hoffnung bald das Ziel zu sehen und ein langer Tag zu Ende geht ....!

 

Weitere Informationen

- Ergebnisse

- Weltbestleistung 7:45:59!

- Kleine Zeitung Bericht zum Ironman

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