Durch die Tscheppaschlucht!

Es würde den Rahmen dieses Blogs enorm sprengen, wenn ich hier über die vielen Möglichkeiten schreiben würde, die meine Heimat Kärnten zur Freizeitgestaltung bietet. Das Angebot ist nahezu grenzenlos! Alleine wenn man bedenkt, dass wir über mehr als 1.200 Seen verfügen, die natürlich nicht alle zum Baden geeignet sind. Hinzu kommen die Berge und Wälder die zum Wandern einladen, die Laufstrecken sowieso und, und, und ...! Nachdem ich nicht nur laufe, sondern mit meiner Frau auch gerne Ausflüge in unserer wunderschönen Heimat Kärnten absolviere, besuchten wir vor knapp einer Woche die Tscheppaschlucht. So eine Art "kleiner Grand Canyon"!

An einer Stelle an der viele Reisende nichtsahnend vorbeifahren, weil sie über den Loiblpass und Slowenien bzw. Kroatien ans Meer reisen liegt - von der Straße aus kaum erkennbar - die Tscheppaschlucht. Ein Hinweisschild weist auf den Parkplatz hin, wo die ca. 6 Kilometer lange Wanderung bis ins Bodental beginnt. Sechs Kilometer klingen nach sehr wenig, aber bedingt durch die vielen Höhenmeter, Brücken, Steige, Stufen, schmalen Pfade und die vielen Plätze zum Staunen dauert die durchaus anstrengende Wanderung eine ganze Weile. Das hängt natürlich auch vom eigenen Tempo und der Häufigkeit der Pausen ab.

Hinter uns der Tschaukofall, noch vor uns die Teufelsbrücke


Zu Beginn kommt der Waldseilpark, wo man sich eher im Bereich der Baumkronen bewegt. Nichts für uns! Wir gehen den hier sehr angenehmen Weg weiter bis zum "Goldenen Bründl" dem eigentlichen Eintritt in die Schlucht und dem Loiblbach entlang. Dann geht es über viele Stege, Stufen und verwinkelte Wege bis zur Hauptattraktion - dem Tschaukofall der mit 500 Liter Wasser/ sec in die Tiefe donnert. Beeindruckend! Von hier geht es Wendeltreppe nach oben bis zur neu errichteten Hängebrücke, auch Teufelsbrücke genannt, auf der es einen Fotopoint gibt!! Danach bieten sich zwei Möglichkeiten zum weitermarschieren an. Nach links zum "Deutschen Peter", oder - so wie wir - nach rechts bis ins Bodental. Mit Pausen, staunen und fotografieren waren wir knapp drei Stunden unterwegs, ehe wir und beim "Gasthof Sereinig" eintrafen um uns hier zu stärken. Dieser Ort war mein Wunschziel, denn hier haben unzählige Schüler im Winter ihre Schulschikurse absolviert. So wie ich vor 55 Jahren. Nostalgisch!

Egal welche Endstation du wählst, ein Shuttlebus bringt dich zum Parkplatz zurück. Ein tolles Service, welches im äußerst attraktiven Eintrittspreis inkludiert ist. Fazit: Die Tscheppaschlucht - muss man unbedingt gesehen bzw. durchwandert haben! Wobei das Bodental selbst - mit der Märchenwiese und dem Meerauge - einen eigenen Ausflug wert wäre. Das machen wir aber ein ander Mal ...!

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