Es geht auch langsamer und genussvoller!

Jene Personen, die meinen Blog schon länger verfolgen wissen, dass ich läuferisch seit einigen Jahren kürzer treten muss. Meine gesundheitlichen Veränderungen waren daher mit ein Grund, warum der Blog des "Silberläufers" eingestampft wurde und ich seit einiger als "Reinhard unterwegs" bin. Unterwegs bedeutet also mit allen Möglichkeiten die es so gibt! Egal ob Reisen, Urlaube und Formen der körperlichen Bewegung. Laufen ist da noch immer an erster Stelle - wenn's geht!

Es geht halt nicht immer! Speziell die Zeit von Mitte des Vorjahres bis heuer war hart, denn da ging leider gar nichts mehr! Bis zum Juni des heurigen Jahres, als ich die ersten 4,5 Lauf-Kilometer nach einem Jahr Pause absolvierte. Dann recht bald wieder Stillstand, um kurze Zeit später den nächsten Neubeginn zu starten (den wievielten eigentlich seit 2011?).

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Neustarts sind auch mit Veränderungen verbunden. Oftmals auch gezwungenermaßen, wie in meinem Fall. Nun sind es also nicht mehr die 45 Kilometer, die ich pro Woche im Schnitt lief (Sommer, wie Winter durch), es sind kleinere Einheiten, die mir zunehmend Freude bereiten und die mir die Gewissheit geben, dass es langsam wieder mehr wird und aufwärts geht. Wohl wissend - es wird niemals mehr wie früher!
Muss es auch nicht, da ich im Laufbereich unglaublich viel erlebt (unvergessliche Marathonerfolge) und Bleibendes hinterlassen habe (einen von mir gegründeten Laufverein und einen Laufwettbewerb). War ich früher doch zu oft von einem ungesunden Ehrgeiz getrieben, geht es heute darum eine andere Form der Bewegung zu finden und die Krankheit nicht einfach als gegeben hinzunehmen, sondern selbst etwas dagegen zu tun - mit Bewegung! Aber behutsam um weitere Rückschläge zu vermeiden!

Hinzu kommt, dass man ab einem gewissen Alter nicht mehr "die Sau raus lassen" muss. Es geht also auch anders, ruhiger, genussvoller. Natürlich bin ich noch immer hurtiger unterwegs als so mancher Hobbyläufer. Aber war ich früher auf ein gewisses Tempo und Trainings für Wettbewerbe fixiert, so kann ich jetzt auch stehenbleiben. Die Umgebung genießen, den Wald, die Landschaft, in der ich mich gerade befinde. Nicht mehr gegen die Uhr laufen zu müssen kann einen Mehrwert bringen. So genieße ich Fortschritte wie zuletzt, als ich in Frauenstein, nahe meiner Heimatstadt durch die wunderschöne, spätsommerliche Landschaft laufen durfte. Das gibt Kraft und Mut für die Zukunft!

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