Triest-Marathon - Freud und Leid

Aus der Überschrift heraus kann man schon erahnen, dass nicht alles glatt gelaufen sein dürfte. Genau so war es auch! Doch der Reihe nach:

Tommi hat das Triest-Laufwochenende im Vorfeld perfekt organisiert. Das bedeutet, er Sabine und ich fuhren bereits am Freitag nach Triest. Zuvor aber machten wir Station in Medea, wo seine Biker-Freunde wohnen, von denen wir in einer unglaublichen Herzlichkeit empfangen und umsorgt wurden.

Am späten Nachmittag fuhren wir zum Einchecken ins Hotel Nuovo Albergo Centro. Das Hotel ist gut gelegen und Parkplatz fanden wir vor der Haustüre. Bequem! Am Abend dann ein Stadtbummel, danach ein Eis und noch ein gutes Glas Wein!

Nächster Tag im Zeitraffer: Besichtigung des Aquariums, Marathonmesse mit Startnummernabholung (dabei etliche Kärntner getroffen). Nachmittag ein wenig hinlegen, während Sabine zum Shopping ging. Am Abend stiess Christian dazu, mit dem wir dann in ein edles Restaurant gingen und gepflegt speisten!

Der Marathon: Mit dem Bus wurden wir nach Gradisca gebracht. Nahe Görz, der geteilten Stadt! Um 9h15 der Start. Zuerst mit Sabine und Tommi ziemlich gleich, dann zog Sabine davon. Mit Tommi hängten wir uns bei den Schrittmachern von 3h45 an und hielten dabei gut mit. Bis ca. KM 24! Dann zug Tommi davon, wie ein Uhrwerk, ruhig und gleichmäßig! Was war bei mir passiert? Zuerst ein Schmerz im Oberschenkel, dann Krämpfe in beiden Unterschenkeln! Der Rest war eine einzige Qual. Im GarminConnect kann man die restlichen (18!) Kilometer verfolgen, die vorwiegend aus laufen und gehen bestanden. Die Hölle! Das geänderte Ziel lautete - unter 4h00 im Ziel! Ca. 500m vorm Ziel - aus! Ich stand, die Krämpfe liesen mich kaum mehr gehen. Ein Streckenposten motivierte mich die restlichen Meter durchzubeisen. Was ich dann auch tat und mit 3:58:36 die Ziellinie überquerte!

Es gab natürlich, neben meinem bald wieder vergangenen Ärger, auch Grund zur Freude. Denn Tommi kam mit einer Zeit von 3h50 und Sabine mit 3h45 ins Ziel. Wenn man sich nun das Profil mit knapp 500HM, die sich vorwiegend auf 6-7KM im Mittelteil abspielen, dann verdienen diese Leistungen einen noch größeren Respekt! Wo blieb Christian? Tja, dem ging es so ähnlich wie mir, wobei sein Zeitziel aber sowieso ein höheres war. Mit seinen 4h24 war er daher restlos zufrieden!

Fazit: Ein in Summe wunderbarer Ausflug, bei dem ich viel erlebte und neue Freunde gewinnen konnte. Was die Krämpfe betrifft, werde ich dazu einen eigenen Artikel schreiben. Die Umstände dazu verstehe ich nämlich nicht ganz. Und vor New York hätte ich das gerne behoben ;-)!

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